Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1293433
Kap. Mantuaner Schule. I. Zeitr. Mantegna u. s. N achf. 
949 
doch seine Schule in Mantua, wo er unter des March. Lodovieo 
Gonzaga Schutz sich mit seiner Familie niederliess, so jedoch dass 
er auch anderwärts, besonders in Rom, arbeitete. Noch ist, obwol 
von der Zeit verheert, die Capelle vorhanden, die er für Innocenz 
Vlll. im Vatican 1nalte,unil man erkennt, dass die Nachahmung des 
Alten, an welcher er immer hielt, in dieser Stadt durch die vielen 
Muster sich immer mehr ausbildete. Nie änderte er seinen Styl, 
den ich schon beschrieb, als ich ihn in Padua. als Squarcio- 
he's Schüler betrachtete, sondern vervollkommnete ihn nur. 
In Mantua sind einige Arbeiten aus" seinen letzten Jahren und 
VOr allen zeichnet sich das Siegesgemälde auf Leinwand aus. 
Ü. L. F. inmitten mehrerer Heiligen, unter welchen der Erz- 
l 
Mantovuno und Teofilo Folengo, durchaus zu ihren Lands- 
mann machen wollen und der mailändisclne Maler und Schriftsteller 
Gio, Paolo Lomazzo hat, indem er ich selbst irren iiess, nun 
auch durch sein Ansehn diesem lrrthum Eingang bei ehr vielen 
Kunstgelehrtexl verschafft, da die meisten ihre Kunstkenntnisse aus 
Büchern, aber nicht aus Denknialen der Kunst schöpfen. Jedoch ist 
selbst Vnsari von diesem Irrthume nicht freizusprechen. Völlige 
flewissheit über Mantegnws Geburtsort gieht aher eine lnsclnnft 
m Welch" Mantegna sich nicht, wie gewönlich alwekürzt SUN: 
der" ausgeschrieben Pülüvgs nannte. Sie helindet soich in ,einem 
von ilnn uusgemalten Zimmer, in der Burg zu hlamua und ist wört- 
lich folgende; 
Illmo. Lvrlueico II. M. M. 
PRINCIPI OPTIMO AC 
FIIJE INVICTISSIAIO 
ET ILL. BAIfBARAE EJVS 
CONJ VGI ßLVLIERVrll GIJOR 
I NCO M [-24 RA I? I Ll 
SVVS ANDREA IFIÄNTINIA 
.P.4T.4VII'S OPVS H0!) TENVE 
AD EORVAI IJECVS ARSOLVIT 
_A NNO DICCCCL XX I I I I. 
S. Mntnrinli per servire alla storfa dell urig. e de prng. delP Insi- 
81.0711! in Raine elc. pug. 241. Zivar halle schon Caval. Carlo Ri- 
ü olfi: Le imzrrrviglw delßarle P. llp. 68 eine von altern Schrift- 
stellen-n verzeichnete Inschrift helgebrarht, welche es ausser Zweifel 
sein, dass Manlegna zu Padua l43l gehuren wurde und welche 
also lanlele: Andreas Zllnnlinca Pntavinus 41m1. WPUV" 9' 10 "llllls 
um umnu pinJ-it 14.13; allein da das Gemälde samt der Inschrift, 
welche sich in S. Sophia zu Padua befand, bereits zu liid olfPs 
Zeit rerlöscht war, so glaubte man dieser Aussage weniger und hing 
der irrigen Meinung des Vasari und Lomazzo an. Auf dieser 
Inschrift beruht denn auch die Gewissheit, dass Andreas 143! ge- 
boren wurde; denn da er 1448 siebzehn Jahr alt war. so muss er 
M31 geboren worden seyn. Q-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.