Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1293397
Die lomburdischen Schulen. 
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Ü- i. die Zeiträume jeder Schule, und Schauspieler, d. i. die 
Meister jedes Zeitraums, wechseln; die Einheit des Orts (lage- 
gen, d. i. eine und dieselbe Hauptstadt, dieselbe ständige bleibt, 
wie die Hauptschauspieler und gleichsam Vorkämpfer immer, 
wenn nicht in Handlung, doch als lbluster, sich durch das Ganze 
hinziehen. Zwar hat jede Hauptstadt ihren hilachtbcreieh und 
in diesem sind die verschiedenen Städte und ihre Geschicke zu 
erwähnen; aber gewöhnlich sind diese mit denen der Haupt- 
stadt so verwachsen, dass sie leicht darauf zurückgeführt wer- 
den können, weilidie Landsideln die Kunst in der Hauptstadt 
erlernt, oder gelehrt haben, wie sich in der Geschichte der ve- 
Dediger Schule erwies, und die wenigen, welche hievon eine 
Ausnahme machen, die Einheit der Schule eben so wenig, als 
die Folge der Erzählung, sonderlich stören. Ganz anders du- 
gegen verhält es sich in der Geschichte der Lombardei, welche 
in den besten Zeiten der Malerei in mehrere Herrschaften, als 
jetzt gethcilt, auch in jeder wieder eine von den übrigen Schu- 
len ganz verschiedene hatte, verschiedene Zeiträume zählte; 
und wenn ja eine Schule auf den Styl deir andern Einfluss 
hatte, so war dieser entweder nicht so durchgreifend, oder 
nicht in so schneller Zeitfolge, dass ein Zeitraum vielen ge- 
mein scyn konnte. Daher habe ich gleich in der Uebersebrift 
dieses Buchs den gewöhnlichen Sprachgebrauch: lombarilische 
Schule verlassen, als oh es nur eine und z. B. mit der Venedi- 
ger vergleichbare wäre, welche überall ihre ersten Meister erst 
in den Bellini, dann in Tizian und seinen besten Zeitge- 
nossen, dann in Palma hatte, übrigens aber auch noch ein 
bestimmtes Gepräge der Zeichnung, des Colorits, der Composi- 
tion, der Pinselführung, wodurch sie sich von allen übrigen 
L 
Glück und Unglück und den schwierigsten Lebensverhältnissen sich 
immer treu bleibend, Canova handelte, schildert, gründlich und ge- 
ürängt der laereits angeführte Heinrich Hase, welrhen wir auch 
in dieser Hinsirlit den deutschen Lesern empfehlen. ln seiner Schrift 
findet man auch Viele Narhweisutigeti anderer über Cunqva er- 
ßchienenen. Wir müssen hier noch denen zuvurkunnnett, welche 
feindselig an (Januvaüs Gemälde erinnern: möchten. Mit. Malerei 
beschäftigte sich der treliliche Mann nur zu seitier Erholung, in 
Stunde", Wo maxieher andre Künstler sich einem n'enigei' edelm 
Zeitvertreihe würde überlassen haben, und was er also selbst. nur als 
59591 betrieb, ist. nicht von dem Standpuncte des Kunsturlheils zu 
betrachten. Q.
        

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