Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1291116
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Allen. 
17 
er einen Sticglitz dazu, mit Anspielung auf seinen Familien- 
namen. Das letzte Werk mit Jahresangabe ist ein auferstan- 
dener Christus zu S. Giovanni in Bragora, wo Boschini noch 
das Jahr 1498 las, was man jetzt nicht mehr sieht. Das Bild 
kann sich durchaus mit den besten venediger seiner Zeit messen. 
Mit ihm zugleich blühte ein Lluigi de' Vivarini, von 
Welchem Zanetti in einer Sammlung ein Bild mit der Jahr- 
zahl 1490 sah; es schien ihm im Geschmack dem besten Style 
Bartolonimeoüa ähnlich. Diesem Luigi muss ganz gewiss 
das Bild in S. Francesco zu Trevigi mit seinem Namen bei: 
gelegt werden. Ein anderes hat Belluno bei den Battuti 
mit den heil. Petrus, Hieronymus und etlichen wandern; es ko- 
stete dieser Scbule 100 Ducatcn in Goldc, ohne die Malerko- 
stcn; sein Name steht darunter. Vor allen von ihm vorhan- 
denen berühmt ist sein Bild inVenedig in der Schule des heil. 
Hieronymus, wo er eine Lebcnsscene des Kirchenheiligen wett- 
eifernd mit Gio. Bellini malte, dem er nicht nachstcht, und 
mit Carpaccio, der ihm nicht gleichkommt. Er stellte den 
Heiligen dar, wie er einen Löwen liebkoset und einige Mönche 
bei diesem Anblick erschrocken fliehen. Die Zusammenstellung 
ist sehr schön, die Gemüthzustiinde sehr gut ausgedrückt, das 
Colorit weich, wie auf keinem andern Bilde Vivariniis, die 
Architektur gründlich "in alterthümlicher Fertigkeit, die Zeit 
der Fertigung später, als dass man es dem ältern Luigi zu- 
schreiben könnte.    
Somit wäre dann die ganze Reihenfolge der muraner 
Schule, auch in ihrer besten Zeit für einen Ueberblick angege- 
ben. Jezt will ich den Faden der ältesten Maler des 15. Jahr- 
hunderts wieder aufnehmen, welche mit den alten Muranern 
bis zu Anfange der Oelixialerei wetteifcrten, und dann will ich 
die neueren besondersbehandcln. 
Im Anfange des Jahrhunderts war bei dem Stadtpaiaste 
in Venedig Gentile da Fabriano gebraucht worden, ein 
zu seiner Zeit berühmter Mann, von welchem ich das im er- 
sten Bande Beigebrachte nicht wiederholen will. Er hatte durt 
eine Seeschlacht gemalt, die in alten Zeiten bewundert wurde, 
seit vielen Jahren aber schon untergegangen ist. Er bil- 
dete einige Schüler, wie Jacopo Nerito aus Padua, der auf 
einem Bihle des heil. Michael zu Padna bei Rossetti sich 
n. Bd,  B
        

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