Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1293090
Vierter Zeitraum. 
Fremde und heue Style in Venedig. 
5215 
ten- und Verzierungsmaler liessen sich noch mehrere nennen, 
um so bessere, je ältere; denn als das Jahrhundert sich zum 
Ende neigte, wurden die Gebäude ungebührlich mit Vasen, Ge- 
Stalten, Zieraten überladen, und jene Einfalt, die überall so sehr 
zum Schönen und Grossen mitwirkt, nahm immer mehr 311.,- 
Eine Gattung geringerer Malerei soll in diesem Zeitraum 
Von einem bergamisehen Priester, Evaris to Basehenis, cr- 
flinden worden seyn. Er lebte in den Zeiten der drei berühm- 
ten Maler, Cavagna, Salmeggia und Zueehi, und mag 
W01 von einem derselben jede Art von Klangwerkzeugen so 
Wahr und rund darzustellen gelernt haben, dass sie nicht ge- 
malt scheinen. Diese ordnete er nun auf Tischehen, die mit 
höchst täusehenden Zeuchen bedeckt waren, mischte darunter 
Musikbliitter, Blätter, Schächtelchen, Früehtmßehreihzeuge; 
lmd aus dergleichen unter einander geworfenen Gegenständen 
setzte er Bilder zusammen, welche das Auge täuschen. und in 
mehrern Sammlungen noch immer geschätzt werden. Acht wa- 
ren ehdem in der Bücherei S. Giorgio, und Zanetti rühmt 
,das Kunstreiche derselben sehr. 
Vierter 
Zeitraum. 
Fremde 
ünd 
118119 
in 
Style 
Venedig. 
vvenn nach Plinius' Weise, die ich immer befolgt habe, 
jeder andere Zeitraum von einem oder mehrern Schulenhäup- 
tern abzuleiten ist, welche der Kunst eine neue Seite abgewan- 
nen, so muss hier eine Ausnahme davon gemacht werden. Die 
W18 näher liegende Zeit geht von einem Puncte aus, wo die 
Yenediger, ihrer Landsleute uneingedenken Maler sich bald zu 
einer, bald zu einer andern fremden Darstellungsweise wende- 
tell, oder auch sich eine eigene bildeten. Dies ist die Zeit, 
w" CH, wie Zanetti bemerkt, in Venedig soviel Manieren, als 
Müler, gab. So steht es um die Malerei in den letzten Jah- 
Teh des siebzehnten Jahrhunderts. Die, welche nun folgten und 
uns näher, obwol im Style verschieden, sind, bildeten sich daher 
"ach ldealschönem, und nach der neuen röruischen, oder bologner
        

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