Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1293084
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Oberitalien. 
V enediger 
Schule. 
in Venedig, war aus Messina, Freund BosehinPs, der ihn wie 
einen zweiten Bassano pries und als Probe seines Talents 
in seiner Carta del nuvegai- einen Stich nach einer Zeichnung 
von ihm gab; es ist ein Viehhirt mit Kühen und einem Hunde, 
behende Figuren in schöner Bewegung; eine der besten Zeich- 
nungen, die in diesem Werke gestochen sind. Auch in Vene- 
dig war und arbeitete in den Hiiusern Sagrcdo und Contarini 
iFayt von Antwerpen, der ausserdem dass er Früchte und länd- 
liches Geräth gut malte unter die besten Maler lebendiger und 
todter Thiere gerechnet wird. Er hatte etwas Natürliches, 
Frisches, Vollendetes. 
Unter den Ansichtmalern dieses Zeitraums, welche die Gal- 
lerien geschmückt haben, wird Malomhra von Ridolfi sehr 
gelobt. Bewundernswürdig in Bauwerken ist der Vicenzer 
Aviani, trefflich auch in Seegegenden und Landschaften. Er 
ward zu Palladio's, oder wenigstens seiner Schule Zeit ge- 
boren, und hielt sich in einer Stadt auf, wo Alles Geschmack 
für Baukunst othmet; daher lieferte er. auch so würdige Bilder 
derselben und liess von Carpioni so liebliche Figürchen dazu 
malen, dass zu verwundern ist, wie er doch nicht so berühmt 
geworden, als Vivinno und die übrigen frühen. Vielleicht 
lebte er zu kurze Zeit und zumeist in seiner Vaterstadt. In 
der Fremdenherberge der Serviten sind vier Ansichten von ihm 
mit prächtigen Gebäuden und Tempeln; auch die Marchesen 
Capra haben einige in der berühmten Rotunde des Palladio 
und ebene andere edle Häuser. Auch einige Decken oder 
Kirchenwölbungen zierte er mit Bauwerken. Diese Kunst hatte 
damals eine bedeutende Schule in Breseia. Mit Lob betrieb sie 
TommasoSandrino und sein Schüler Ottavio Viviani, 
wiewol Letzter einen minder gediegenen und überladenen Ge- 
schmack bekundet, als der Meister. Faustino Moretto ar- 
beitete mehr in Venedig, als in Breseia. Domenico Baruni 
wird von Orlandi sehr gelobt; in der Vaterstadt arbeitete er 
in der Carmelitenkirche, und in Venedig mit Giacomo Pe- 
drali, gleichfalls einem Brescianer, zur Zeit BoschinPs. 
Nebst ihnen wird ein Bartolo Ceru gelobt, dessen Scenen 
Boschini selbst in Kupfer ätztc. Zanetti erwähnt einen 
Giuseppe Alabardi, genannt Sehioppi, und einen noch 
bessern, Giulio Ccs are Lombardo. Anderer Fernsich-
        

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