Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1293034
Driuer 
Zeitraum. 
Die 
Manieristen. 
209 
S- Maria Biaggiore zur Gnüge. Dies ist nun ein Vorzug ge- 
schmackvoller und reicher Städte. Wo eines von diesen fehlt, 
geht es wie auf dem Lande, jeder Landmann pflügt mit den 
Üßhsen, die er hat. 
Crema konnte sich in diesem Zeitraum rühmen, Carlo 
Urbini hervorgebracht zu haben, einen beschränkten u), an- 
muthigen, der Perspective kundigen, für grosse Gcschichtbilder 
geeigneten Maler. Davon hatte er einen Beweis im lllathsaale 
gegeben, wo er Vaterländische Schlachten und Siege malte; 
auch in mehrern Kirchen. ln S. Domenico versehmühte man 
Seine, Arbeit und zog ihm einen gewissen Uriele vor, ich 
glaube aus dem Gesehlcchte der Gatti von Cremona, einen im 
Vergleich mit ihm weit schwächern Maler. Diese Hintansetzung 
Elltfremdete ihn seiner Stadt, und cr ging nach Mailand, des- 
Sen lGeschichtschreihcr ihn ehrenvoll erwähnen. Sein Wand-_ 
hild in S. Lorenzo enthält vielmehr Samen, als Früchte eines 
guten Malers Mehr leistet er in Oelbildern, wie dem U. H., der 
vor seinem Leiden von der Jungfraumutter Abschied nimmt; 
einem Bilde,.das in S. M. neben S. Celso die Nähe der besten 
damaligenrLomharden nicht schenet. Lomazzo führt es bei 
Gelegenheit derjenigen an, welche den Oertern angemessen ge- 
malt haben; eine löbliche, den guten Alten wohl bekannte 
Rücksicht, welche ihre Malereien nicht bloss den Oertern, so"- 
dem sogar dem Gerüth anpassten; daher man auf ihren Trink. 
gefässen, welche im Königreich Neapel aufgefunden werden, 
meistens Feste, Mysterien, Fabeln des weinliebenden Bacchus 
sieht. Nach ihm blühte Jacopo Barbello, dessen Bilder in 
mehrern Kirchen Bergamtfs von Pasta gerühmt werden; be- 
Sßnders in der Lazaruskirclnc ein Altarbild des Schutzheiligen, 
grossartig in Zeichnung und Macht über den Pinsel. Nach 
ihm linde ich keine Reihfolge von Malern in dieser durch ihren 
Ursprung von Pclidoro berühmten, nachher von wenigen, 
aber auserlesenen Künstlern geschmückten Schule. 
Jetzt will ich, nach meiner Gewohnheit, einige Landschaf- 
L 
12) Im Text linzilato, was in dieem Zusammenhange mir sehr 
Wüst, unklar und ungenau im Begrih" scheint. Genläßiigl, 895"" 
Bßschräxlkung sich bescheidend  alles will nicht passen. Der gute 
Lßnzi ist. zuwejlen etwas unbestimmt.  WÄ 
H. Bd. 
        

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