Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1292952
Zeitraum. 
Dritter 
Rianieristen. 
Die 
QOl 
seinem Geburtsort in grosser Achtung und in des Grafen Ales- 
lnndro Carli Isloria di Verona wird er dem Pa olo an Werth 
Iläher als alle gestellt. Jünger, aber nicht minder talentvoll 
war Marcantonio Bassetti, welcher anfangs seine beiden 
hlitsehüler verliess, um in Venedig seine Studien fortzusetzen, 
dann aber mit ihnen wieder vereint nach Rom, endlich, nach- 
dem er die besten aus beiden Schulen eopirt hatte, in seine 
Vaterstadt zurüekging. Ridolfi empfiehlt besonders seine 
Zeichnung, worin er wahrhaft gross ist; aber er ist auch treff- 
licher Colorist; wer dies werden wolle, dem rieth er, wenn er 
ein bedeutendes Werk liefern solle, zuvörderst nach Venedig 
111 gehen und dort die würdigsten Bilder immer wieder und 
wieder zu beschauen. ln S. Stefano zu Verona ist ein Bild 
von ihm, Welches mehrere Bischöfe der Stadt darstellt, alle in 
hciligem Festschmuck, alle trefflich verschieden und von ziemlich 
Tiyzianischem Geschmack; nur dass auch diesem Bilde Tur- 
0hi's NiiheEintrag thut. Er hinterliess weder Schüler"), noch 
viele Werke, wol aber geschätzte; und pflegte zu sagen, man 
müsse die Malerei nicht handwerkerisch und taglöhnerisch trei- 
ben, sondern, wie die Literatur, mit Ruhe und mit süsscm Be- 
ilagen. Denselben Grundsatz ungefähr scheint Dan te im Dich- 
ten befolgt zu haben, wenn er die Eindrücke, welche die.Nn- 
tur, diese kluuptfiihrerin Wahrer Genien, auf seinen Geist unechte, 
erwartete, aufzcichnete und förderte Ü. Diese beiden Freunde 
starben im Pestjahre 1630 und mit ihnen nicht wenig andere 
Schüler Brusasorcfs, welche Pozzo nennt, ich aber über- 
L 
ll) Melchiori giehl einen Schüler an, welcher dem Pozzo un- 
bekannt. war, vielleicht weil er nicht in Verona. lehteh nämlich den 
P. Massimo, einen Capuciner, von Geburt Veroner und, nach des 
(lr-scluichlschreihers Ürlheile, tüchtigen Maler. Zum Beweis führt er 
die vier grussen Bilder im Dom zu Montagnuna an, auch viele in 
Seinen Oralenskirchen zerstreute. Diesem frommen Priester linde ich 
zwei gleiehgeilige Laien zugesellt, die des Andenkens nicht unwerth 
sind: Fra Semplice, auch aus Verona, Schüler des Feliee 
Brnsasorci, und Fra. Santa aus Venedig, welche vorzüglich für 
ihre (Jrdenskirchen und Convcnle im venediger Gebiet malten. F. 
Sem plice auch in Rom, Ein schöner heil. Felix in Castelfrenco 
ward auch 1712 gestochen, L. 
   Dem Ifuuclz der Liebe lauscff ich siunend; 
Was sie mir immer vorxprivht, sag ich nacl:_ 
ßTchls aus mir selbst erjindend und ersinnend. 
Dante Fegefeuer XXHZ, E12 lt". nach Streckfuss. 11.
        

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