Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1292811
Dritter Zeitraum. 
Die Dlanieristen. 
187 
Naturalisten, sehr oft jedoch aus Eil manierirt. (Einige seiner 
besten Arbeiten sind jetzt in Udine durch schlechtes Aufmalcn 
verdorben; unter die fleissigern und besser erhaltenen gehört 
ein heil. Thomas von Villanuova an einem Altar der heil. 
Lucia. Doch giebt es in Udine auch geschichtliche Bilder von 
ihm in Privathüusern, wie halbe Figuren, Bildnisse xund zerr- 
bildliche Köpfe, wofür er ein besonderes Talent hatte. Stadt 
und Landschaft hat Leinwandbilder von ihm in Menge, wicwol 
wenige darunter in der Farbe gut angelegt und fleissig vollen- 
det sind. Ohne aus Friaul zu gehen, fehlte es ihm doch nie 
an Aufträgen; und dennoch starb er- bei Portogruaro in 
Elend, ob aus Mangel an Eintheilung, oder warum, Weiss ich. 
nicht. ln dieser Stadt zeigt man etliche Bilder von ihm; aber 
die zu S. Francesco, die Fusswaschung und das Abendmahl, 
welche von 1604 seyn sollen, haben entweder eine falsche An- 
gabe, oder gehören vielleicht seinem Vater an. Antonio 
konnte damals nicht malen; denn er lebte noch 1684, und dies 
muss man seinem Schüler Pavona glauben, von welchem Gua- 
rieuti seine Nachrichten über Carino in seinem Abbecedario 
hatte. Dieser Carino darf übrigens nicht mit einem später-n, 
genannt Giacomo, verwechselt werden, welcher dem Anto- 
nio weit nachsteht. 
SebastianoBombelli war, wie ich kurz vorher sagte, 
in Udine geboren, studirte und lebte aber auswärts; auch in 
Friaul hinterliess er, ausser einigen Bildnissen und Heiligen- 
brustbildern oder Köpfen für Zimmer, nichts. Für etwa Sel- 
tenes wird ein unter andern Heiligen an's Kreuz gesehlagener 
Erlöser in der Pfarrkirche zu Triceimo ausgegeben. Er hatte 
einen Bruder, Raffaele, der viel, und alles nur in den Grün- 
zen von Friaul, über welche auch sein Ruf nicht drang, 
gemalt hat. 
Während nun in diesem Theile des venediger Gebiets die 
Malerei lag, erkraftete sie in andern, damit der Ruhm des Volks 
auch im Verfall nicht erlöschen möchte. Verona war ihre 
grösste Stütze; denn ausser einem Ridolfi, Turchi, Ottini, 
Welche, wie wir sehen werden, ihrem Vulerlarlde Zllf Zier ge- 
reichten, war es auch Geburtsort des Dario Vnrotaris), 
L 
Dario Varolari 
Itammt 
Augsburger Patri. 
von einem edelu
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.