Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1292468
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Oberitalien. 
Veuediger 
Schule. 
dass es dem Staat Ehre macht. In der Oelmalerei kam Ze- 
10 tti dem Caliari nicht gleich, doch aber so nahe, dass der 
Fall des heil. Paulus und der Fischzug der Apostel im Dom 
von Vicenza. von Einigen für CaliarPs Arbeiten gehalten 
werden. 
Diese Stadt war seine grösste Bühne; dort hielt er sich 
einige Zeit auf und machte aus seinem Farbenreiber Antonio, 
Tognone genannt, einen Maler, von welchem man in der 
Stadt einige Wandbilder aufzeigt, und dessen Leben und Lob 
Ridolfi geschrieben. Zelotti war in Vicenza theils allein, 
theils mit Paolo, und gründete dort mittels eines würdigem 
Zöglings eine Schule, die den Geschmack beider Meister sich 
aneignete. Seine Nachfolger behalte ich dem nächsten Zeit- 
mume vor. 
Hier muss ich den Lesern bemerken, dass die bisher be- 
schriebenen Style der venediger Schule nicht die einzigen wa- 
ren, die man dort findet. Auch Ridolfi bemerkt dies in der 
Vorrede und bedauert, dass durch Feuersbrünste, oder auch 
Mangel an Nachrichten so manche Lücke in der Geschichte 
sich zeige. In der That kannte er nicht nur viele der älte- 
sten nicht, sondern in dem gegenwärtigen Zeitraume überging 
er Jacopo Fallaro und Jacopo Pisbolica, welchen Va- 
sari in S ansovinoßs Leben rühmlich erwähnt, und von Er- 
sterm einen S. Gio. Colombino bei den Dominicanern delle Zat- 
tere, und vom Zweiten eine Himmelfahrt Christi zu S. Illaria 
Maggiore anführt. Ferner überging er Vitrulio, von W91- 
ehem auf Monte Novissimo viele Bilder mit seinem Namen be. 
iindlieh sind. Diese müssen wir, nach ihrcr Manier und andern 
Anzeigen, auf Tizian's Zeit zurückführen. Eines andern ge- 
denkt nieht so flüchtig Ridolfi; er Ward auch um dieselbe 
Zeit, wie Paolo geboren, lebte viele Jahre länger, aber stets 
in ärmlichen Umständen, indem er zwar ziemlich fertig colo- 
rirte, aber in Erfindung und Zeichnung wenig leistete. Er 
hiess Antonio Foler, und um sich von seiner Mittelmässig- 
keit zu überzeugen braucht man nur eines seiner besten Bilder 
zu sehen, das Martyrthum Stephans in seiner Kirche. In klei- 
nen Figuren leistete er mehr. 
Eh ich 
Zeitabschnitt 
diesen 
schliesse, 
MUSS 
ich 
noch 
zwei
        

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