Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1291021
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Oberilalien. 
Venediger 
Schule. 
der bologner Schule handeln werde. Minder treuer Nachahmer 
Giottow ist Guariento aus Padua, ein um 1360 grosser 
Name, wie die ehrenvollen Aufträge beweisen, die er vom ve- 
nediger Senat erhielt. In Bassano ist ein YVandbild und ein 
Gekreuzigter von ihm 6); und im Chor der Eremitaner von 
Padua viele jezt nachgebesscrte Figuren, um welcher willen 
Zanetti ihn als guten Erlinder, geistreich in den Bewegun- 
gen, glücklich für die damalige Zeit in der Gewandung loben 
konnte. Auch hatPadua eine alte Kirche des heil. Georg, 
die um 1377 gebaut ist, mit Geschichten des heil. Jakob, dar- 
gestellt von Alticherio, oder Aldigieri von Zevio im Ve- 
ronischen, und eine andere des heil. Johannes, von einem ge- 
wissen Sebeto, sagt der Gesehiehtsehreiber, ebenfalls einem 
Veroner 7); und auch diese folgen Giottow Spur ziemlich 
genau, besonders der Erste, der auch daheim viel malte. Zu 
diesen beiden füge ich noch einen Iacops) aus Verona, der 
blass durch viele Wandbilder in S. Michele zu Padna bekannt 
ist, welche zum Theil noch unbeschädigt sind; und Taddeo 
Bartoli von Siena, der in der Arena wol seinem Nachbar 
Giotto nacheifern wollte, wie man sieht, aber es nicht ver- 
mochte, Eine andere Arbeit dieses Jahrhunderts befindet sich 
in dem Saalc zu Padua, welcher der grösstc in der Welt seyn 
soll; ein Gemisch von heiligen Geschichten, Himmelzeiehen aus 
Hygin, und verschiedenen in den verschiedenen Monaten des 
Jahres vorzunehmenden Arbeiten, nebst andern Dingen, welche 
sicherlich ein Gelehrter jener Zeit anssann und, wie Moral- 
6) Ein höchst ähnliches Bild  sah Sasso in Venedig mit der Un- 
terschrift Guglielzlzus piuxft 1368 und schloss daraus, dieserjei ein 
Schüler G u arien ti "s gewesen. L. 
I) Dieser Sebeto schien dem Maffei neu und er hätte gern 
Stefnno dafür gesetzt. Ver. illustr. P. III. col. 152; aber Sie- 
fano aus Verona, oder Zevio lebte später. Die lYotlzfa des Un- 
genannten sagt, die genannte Kirche des heil. Georg sei von Ja- 
copo Davanzu, einem Pacrluaner, oder Kferoner, oder, wie Andere 
Sagen, Bulogner, von Altichiero, einem "Veroner, wie Campa- 
gnuola S. 6 sagt, gemalt. Es muss bemerkt werden, dass auch 
Vasnri den Campagnu ola, oder einen lateinischen Brief von ihm 
m1 Niccolö beonino Ton neo rathfragie und mehrmal anführte. 
(S. Morelli p. 101). Nun stand da. vielleicht: ab Aliieherio de 
Jreheio", d. i. Zevio, welches ehemals Jehetum hiess, und er 
verwcchselle dies und hielt es für einen Maler. S0 vermnthete sehr 
wahrscheinlich Brandolese. L,
        

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