Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284585
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Ünteritalieu. 
Buch. 
der Malerei nichts gewiss bliebe, und die Schulen der vor. 
züglichsten Meister inßs Unendliche vermehrt werden müssten, 
wenn man mit den Schülern jedes Künstlers seine Freunde, 
Bekannten und Zeitgenossen verwechseln wollte, die seine 
Grundsätze hegten. 
Noch seltsamer nimmt ich die Fortpflanzung von den er- 
sten Zweigen des Stammbaums auf die zweiten, und so zu 
sagen von Cimabueüs Söhnen auf seine Enkel, aus. In 
dieser Folge ist nichts natürlich, alles trockene Kiinstelei, um 
von Einem Künstler alle jeder Gattung, und jedes Landes, 
frühere, gegenwärtige und künftige abzuleiten. F. Sisto und 
F. Ristoro" waren tüchtige Baumeister, die von 1264 an 
die Brücken della Carraja und di 'l'rinita, ein ausgik 
zcicllnetes Werk, her-stellten. Cimabuc war damals 24 Jahr 
alt. [Von beiden sagt Baldinucci: "vielleicht waren sie 
Schüler Arnolfrfs, oder auch Nachahmer, soviel ihreWerke 
zeigen." Wie kann man aber einem kurz vorher deutlich 
genannten Beweis auf ein Vielleicht gründen? Und auf was 
für ein Vielleicht obendrein? Ist es denn nicht viel wahr- 
scheinlicher, dass Arnolfo und Cimabue selbst ihnen nach- 
geahmt haben? Nicht minder unvernünftig ist es, wenn F_ 
Mine von Turrita in diesem Stammbaume als Schüler  
fi's und Nachkömmling Cimabue's erscheint. Mino hatte 
im Jahr 1225, was Baldinucci nicht angiebt, also I5 Jahre 
vor Cimabue's Geburt, zu Florenz in Mosaik gearbeitet 
Bereits im Alter begann er im Dom von Pisa eine ähnliche 
Arbeit „in derselben Manier, wie seine frühem" sagt Vasai-i, 
und setzt hinzu, Tafi und Gaddi, jünger und minder an_ 
gesehen, hätten ihm geholfen. Das Werk blieb bemalte ganz 
unvgllendet. Sie waren also kurze Zeit zusammen. Dies ange_ 
nommen, sehe ich nicht ein, wie Baldinucci sagen konnte; 
"Vasari scheint zu glauben, Mine habe die Kunst von Am 
drea Tafi gelernt," was vielmehr sich umgekehrt verhält; noch, 
W38 er statt des versprochnen klaren Beweisesjetzt ein scheint 
geben kann, das nur ihm scheint. Um endlich zu zeigen, 
düSS der Bildhauer Gio. P isano Schüler des Nlzilers Giot-to 
äey, wendet er sich wieder an Vasari, nach dessen Zeug- 
IIlSS GlOVilIlni, nachdem cr seine Arbeit im Dom von Ärczzg 
Vßllellllßt und i" Ürvißtß gewesen, nach Florenz kam, um da,
        

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