Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284553
Schule. 
Florenliner 
Abschnitt. 
21 
ihn gewonnen haben 37). Die Baukunst ganz gewiss: das wun- 
dernswertlue Glockenhaus des Florenzer Doms ist von _G i o t to 33). 
Baldinucci hat Alles, was sich über Cimabuws und 
Gi0tt0's Schüler vorfindet, gesammelt und behauptet, alles 
Treflliche, was seit 1'200 in Bildnerei, Baukunst und Malerei 
in Italien und in der ganzen Welt geleistet werden, gehe 
unmittelbar, oder mittelbar von Florenz aus. "Währender Ar- 
beit," sagt er, "ward es mir anschaulich klar, ja mit Hün- 
den greifbar, dass meine, von mir immer für unbezweifclt ge- 
haltene und von keinem guten alten Schriftsteller bestrittene 
Ansicht, diese Künste niinllich seyexi von Cimabue und dann 
von Giotto hergestellt, von ihren Schülern aber durch ldie 
ganze Welt verbreitet werden, so wahr sey, dass ich auf den 
Gedanken kam, man könne sie ja klar durch einen Stamm- 
baum darthun, an welchem man von den Ersten an bis auf 
die Lebenden augenscheinlich sähe, wie dies zugegangen." 
Und so gab er denn das erste Stück dieses Stammbaums, wie 
ich ihn hier dem Leser kurz mittheile, und versprach in je- 
dem andern Bande wieder ein Stück, "welches den Zusammen- 
bang entweder mit dem ersten Stamm, Cimabue, oder mit 
andern von ihm abgeleiteten, darstellen sollte," welches Ver- 
sprechen er jedoch mit guter Art zuriicknahixi. Wir haben 
demnach nur folgende wenige Zweige;  
37) Baldinncci führt ein Buch mif Miniaturen von ihm aus 
dem A. T. an, welches der Card. Stefaneschi in die Peters- 
sakristei schenkte; wovon er weder eine Urkunde anführt, noch ich 
Kunde linde. Vielmehr Scheint aus einem Nekrolng, wo unter den 
von Stefaneschi der Basilica gemachten Geschenken Giottrüs 
Gemälde und Musivwerk, und nicht! weiter von ihm erwähnt wird, 
die Schenkung dieses Buchs sich nicht zu hestättigeil. S. Canc e llieri 
de sccrelariis veleris basilicae watic. p. 850. 2464. Man hat ihm 
einige andere Miniaturen von des heil. Georgs lilärtyrthum und 
WVnndern in einer andern Handschr. zugeschrieben, aber auch davon 
ist keine Urkunde vorhanden. Sie konnten wol auch von Simons 
von Siena seyn, der anderemal mit ihm verwechselt worden ist, 
L. 
38) Sieh hierüber äie Risse und Beschreibungen in der Descri- 
zirme e studj dclla insvgne fhbbricrz di Std. ßlnrilz del Ffore, Die- 
trupulilaulz, da Bcrnurdo Szznsons Sgrilli. Firmzzc 1733. f. 
Von diesem sind die Kupfer; die Beschreibung ist von Girolunnu 
Ticciuti, Q.
        

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