Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284405
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Un teritalien. 
Buch. 
zeugen in der Eustorgiuskirche Aus Johannes von Pisa 
Schule gingen auch zwei wackere Sienische Künstler hervor, 
die Brüder Agnolo nnd Agostino, welchen Vasari als 
Beförderern der Kunst reichliches Lob ertheilt. Wer das Grab- 
mal Gui(lo's, Bischofs von Arezzo, mit seinen vielen kleinen 
Standbildern und Darstellungen aus seinem Leben in Basrelief 
gesehen, wird nicht nur des Erfinders, Giotto, Zeichnung, 
sondern auch die Ausführung bewundern. Vieles aber auch 
von ihrer eigenen Erfindung ist in Orvieto, Siena, in der Lom- 
bardei, wo sie viel Schüler hatten, welche „lange Zeit in ei- 
nem und demselben Style arbeiteten und ihn in ganz Italien 
verbreiteten." 
Auf die Verbesserung der Bildnerei folgte die der Mosaik 
durch einen andern Toscaner aus dem Franciscanerorden, ge- 
nannt F. Jacopo, oder F. Mino von Turrita, einem Qrte 
in dem Sienischen Staate. Ob er die Kunst von Römisehenü) 
oder Griechischen Mosaisten erlernt, wciss man nicht, wohl 
aber, dass er sie weit übertraf. Betrachtet man Min0's A1-_ 
beiten am Chur der Maria Maggiore in Rom, so'kann man 
sich kaum überzeugen, dass sie einer so ungebildeten Zeit 
angehören; gleichwol sagt es die Geschichte ausdrücklich. lllan 
darf also muthmassen, dass auch er sich nach den Alten ge_ 
bildet und bessern Mosaisten gefolgt sey, wie denen, die noch 
in mehrern Kirchen Roms vorhanden sind, welche minder rohe 
Zeichnung, minder gczwungene Bewegungen, und geregelter-e 
Zusammensetzung haben, als die Griechischen Arbeiter in de;- 
Marcuskirehe zu Venedig. Mino aber übertrifft sie in allenh 
Seit 1225, als er in der Johanniskirche zu Florenz das M0- 
saik der Tribune (freilich schwach) arbeitete, galt er unter den 
damals lebenden Mosaisten für den erstenm). Dies Lob ver- 
a 
13) Die Schule der Mosaik bestand in Rom auch im l], und 12_ 
Jahrhundert. S. Musan t. fax chrnnol. p 319, 338. Es zeichnete 
sich darin die Familie Cosmati aus. Adeudaln di Cosimr, 
Cos mati arheilele 1290 in S. lllaria Maggiore. lllehrere 
Cosmati wurden im Dom von Orvielo angestellt und alle werden 
den Griechischen Mosaisten vurgeznzeir, die damals in der blareuL 
lrirehe zu Venedig arbeiteten. Valle pref. lrl VII-SUN P- Ül- L, 
Vgl. K- Wille über die Co smaten, eine röm. Künstlerfamilie de. 
 13. Jahrhunderts, in Schorns Kunslblalt 1325. N0. 41 bis 4m 
 IV. 
 I4) Szmcti Frnncixci fraivr _f'm't lmc oprralus 
Jrtrnlms in Iali prrzc nunrlfx arte pmlmtux 
ist dlü Airfschrifl. der Alunailr.  L.
        

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