Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284368
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Unteritalien. 
Buch. 
welche von Gelehrten erläutert werden sind, aufbewahrt haben, 
will ich nur zwei Werke nennen, denen ich sonst nichts in 
ganz Italien an die Seite zu stellen wüsste. Das erste ist die 
Folge der Päpste, welche Pzipst Leo , um die Reihe von dem 
Fürsten der Heilboten bis auf ihn selbst herab zu erweisen, 
auf einer Wand der Paulskirche malen liess; ein Werk des 
fünften Jahrhunderts, welches nachher bis auf unsere Zeiten 
herab fortgeführt worden istlii) Das ZWBltG ist die Ausschmük- 
kung der Kirche des H. Urban, wo an den Wänden einige 
evangelische Geschichten und etliche des Kirchenheiligen und der 
Heil. Cücilia abgebildet sind: eine Arbeit, die weder in den 
Gesichtern, noch Gewändern etwas Griechisches hat, und da1-_ 
um {Vielmehr dem Italienischen Pinsel angehört, welcher auch 
das Jahr 101 lwbeigcsetzt hat 4). Ich könnte noch viele andere 
in verschiedenen Städten anführen; wie die zu Pesaro, die 
Beschützer der Stadt darstellend, erläutert von Annib. 011.. 
vieri, welche man noehyvor das Jahr 01000 setzt; die im 
Unterbaue des Doms zu Aquileja 5); das der H. Maria Pri_ 
merana zu Ficsole, wie es scheint, aus denzsclbcn Jahrhun_ 
dert, oder aus dem folgenden G); das in Orvieto, welches seit 
1190 den Namen der H. Maria Prisca führte, und jetzt 
gewöhnlich des H. Brizio heisst") 7). Ich übergebe die Bilder 
 Diese Bildnisse sinä nun ein Raub der Flammen geworden. A]! 
ich solche noch 1520 sah, war jedoch ihr Zustand so, dass man danach 
schwer über den Kunszelnaruklei- 11er Zeit urtheilen konnte, in weh 
cber Leo der Grusse sie malen liesS. L eo war Bischof zu Rom von 
4.10 bis 401, Q_ 
4) Naeh Ag i n co er P s Angabe, der in dieserGatlung  
mern sehr hei-vandert ist. L, 
5) Andere ähnliche waren auf dem Chor; wovvün ich die Zeichnung 
gesehen habe. Sie wurden 1733 verdeckt. Unter zunlern war dort das 
Bildnis des Palriarchen Po p o, des Kaiserä Konrad, und seines Suih 
neu, Heinrich; Zeichnung, Bewegungen, Schrift wie ilie Römischen 
Mosaiken, ungefähr von 1030. S. Bartolz" anlicliilzi dblguil. p 
,569.  A llan de! vmeio smla ecc. p. 5. L, ' 
G) Das Bild unserer lieben Frau ist überarbeitet. Besser sind zwei 
kleine Bildnisse erhulien, ein männliches und ein weibliches, Welche 
sich darauf hetiniien um! Kleider nach damaligem Schnitt haben, Es 
gießt einen Kupferslich davon, wo beide Seitenliguren verändert Sind 
Q- 
 Bline Abbildung hiervon bei della Vra lle Stmz-ia llel Üugmo 
(Pürvielo. Raum 1790. in 4. e un vol. in ful. cnlle ßgure,  
7) S. Lümgusta ducale Basilica dell" evangwlista Szm Jim; 
ca. Venezäa 1761 in foL, auch" einige Abbildungen in dem Werke;
        

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