Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290005
566 
Unteritalien. 
Viertes 
Buch. 
Schule. 
Neapeliche 
Style verharrten, wie ein gewisser Cesare Turco, der mehr 
nach Pietro sich hinneigt; ein guter Oel-, aber höchst un- 
glücklicher Wandmalcr. Ganz Andrea's Zögling war Fran_ 
cesco Santafede, Fabrizi0's' Vater und Meister; bei- 
des Maler, die im Colorit wenig ihres Gleichen in der Schule 
haben und so einander gleichen, (lass sie Einer und derselbe 
scheinen. Dennoch finden Kenner im Vater mehr Kraft und 
Farbe in den Schatten; man rühmt seine Deckengemälde in 
der Nunziata, und bei dem Fürsten von ISomma eine Kreuzab- 
nahme. Vor allen Schülern Andrea's glich ihm ein gewig- 
ser Paolillo, dessen Arbeiten fast alle dem Meister zuge- 
schrieben, aber von Dominici ihm wieder zugeeignet worden 
sind. Wür" er nicht sehr jung gestorben, er wäre die Zier der 
Schule geworden. 
Polidoro Caldara, oder di Caravaggio kam im 
VJahr 1527 , als Rom geplündert ward, nach Neapel. Er starb 
auch in Neapel nicht Hungers, wie man dem Vasari aufge- 
heftet hatte. Andrea von Salerno, sein, ehmaliger Mitschü- 
1er, nahm ihn in seinem Hause auf und machte ihn in der 
Stadt bekannt, wo er nicht wenig Aufträge bekam und, ehe er 
nach Sicilien ging, einige Schüler bildete. Wie wir schon be_ 
merkten, hatte er sich in Rum durch seine Helldunkel bekannt 
gemacht; in Neapel und Messina versuchte er sich in Farben, 
Seine Farbe in Uelgemählen war blass und dunkel, wenigstens 
eine Zeitlang; und in dieser Art habe ich einige Stücke aus 
der Leidensgeschichte in Rom bei Gavin Hainilton gesehen, die 
aus Sicilien kamen, übrigens (in Zeichnung und Erlindung köst_ 
lich waren. Vasari, der von diesem herrlichen Geiste mit 
einer Art von Begeisterung schreibt, hat ein Bild, das er kurz 
vor seinem Tode in Messina malte, bis in den Himmel erho- 
ben; einen Christus, der unter einer Menge Volks nach der 
Schiidelstiitte geführt wird. Er behauptet, das Colorit sei m1- 
rend 2). 
L 
1er dieser Schule, dass so ausgezeichnete Werke von ihm in die; 
Land kamen; wie z. B. I0 Spashna gIi Sicilia, In Tierge auxPnissnn, 
eine andere noch jetzt in den Studien zu Neapel befindliche heilige 
Fßlllilie und eine Madomm auf dem Throne. im königl. Palast daselbst, 
Q.  
2) Man sieht in der Tlmt in der Savristei der Kirche zu St. Elmo 
einige Ueixiähie vancaravagg i o, su wie andere von Spagnolatto,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.