Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289958
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Alten. 
561 
starb, zu den beiden Jünglingen überging. Sein Vater war ein 
mittelmässiger Maler, Namens Buono; und daher haben Einige 
irrig dem Sohn einige Arbeiten des Vaters in altem Style und 
Silvestro's unwürdig beigelegt. Silvestro aber hatte, 
nach Massimo's Urtheil, eine schönere und bessere Tinte, 
als die Jünglinge; und in Kraft des Helldunkels, in Weichheit 
der Umrisse liess er alle bisherige Maler seines Geburtsorts 
hinter sich. Dominici erwähnt mehrere seiner in Neapels 
Kirchen zerstreuten Bilder. Eins der belobtesten ist das in 
S. Giovanni a Marc, wo er drei gleichnamige Heilige dar- 
stellte: Johannes den Täufer, den Evangelisten und Chryso- 
stomus.  
S ilvestro's Schüler wird auch Tesauro genannt, des- 
sen Name der Nachivelt nicht ganz verbürgt ist; die Meisten 
nennen ihn Bernardo. Er wird für einen Abkömmling jc- 
nes Filippo gehalten, der als zweiter dieser Schule, Vater 
oder Oheim Raimo's angegeben wird, von welchem bald. 
Dieser Bernardo, oder wie er geheissen haben mag, ist dem 
neuem Style näher, als einer seiner Vorgänger, sinnreicher im 
Eriinden, natürlicher in Figuren und Gewändern, wiihlsarn, 
ausdrucksvoll, gehalten, einsichtsvoll in Abstufungen und Her- 
vorhebung, mehr als man von einem Maler glauben sollte, der, 
soviel man weiss, keine anderen Schulen und Bilder, als die 
seiner Vaterstadt, gesehen. Giordano, der für das Haupt 
der Maler galt, sah mit Bewunderung des Tesauro Decke in 
S. Giovanni de' Pappacoxli, und versicherte unbedenklich, sie 
enthalte Dinge, die er in einem an so guten Mustern frucht- 
baren Jahrhundert nicht besser hätte machen können. Es sind 
da die sieben Sacramente vorgestellt. Die umständliche Be- 
Schreibung, welche man davonlhat, beweiset, welch ein nüch-A 
terner und verständiger Componist er war; und Alfonsens ll. 
und Ippolita n) Sforzzvs Bildnisse, die er im Sacramente der 
Ehe als sich vermiihlend darstellte, geben einigen Aufschluss 
über die Zeit der Fertigung dieses Gemäldes. Bainro Te- 
sauro ward viel zu Wandmalereien gebraucht; man erwähnt 
12) Tochter des Franz Sforza, geb. 14-15, Königin v. Neapel 
1465, gesl. 1488. Ihr Gemahl Alfonso, aus einer Nebenlinie des Hau- 
ses Arragonien, geb. 1448, geil. 1495.  Q. 
I. "d. N n
        

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