Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289879
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Allen. 
553 
durehreisete er Italien, um zu sehen, wie die besten Künstler 
anderer "Schulen nxalteil, Vivarini in Venedig, Bieei in 
Florenz, Galasso in Ferrara, Pisanello und Gentile da 
Fabriano in Rom. Diesen Beiden, glaubt man, habe er als 
Gehülfe gedient, indem Luca Giordano behauptet, er habe 
unter ihren Gemälden im Lateran manche BIöpfe gesehen , die 
unstreitig von Solario waren. Darin war er vortreiilich und 
setzte selbst den Marco von Siena. in Verwunderung, weiche;- 
sagte, sie schienen ihm zu leben. Aueh ward er für jene Zeit 
ein guter Prospeet- und verständiger Gesehiehtmaler; er ver- 
mannichfaltigte diese Bilder mit Landschaften, und zeichnete sie 
durch jenem Jahrhundert angemessene und nach der Natur gemalte 
Bekleidungen aus. Minder glücklich zeichnete er Hände und 
Füsse; oft schien er auch in den Bewegungen überladen, und 
im Colorit roh und hart. Als er nach Neapel zurückgekehrt 
war und eine Probe seiner Kunst gegeben, soll er, von Co- 
lantonio anerkannt und bewundert, neun Jahre nach seiner 
Abreise sein Eidam geworden seyn, und dort unter König A1- 
fons bis 1455, um welches Jahr er starb, gemalt und gelehrt 
haben. F 
 Sein beriihmtestes Werk war im Kloster des heil. Severi- 
nus das Leben des heil. Benedict in mehrern Abtheilungen; 
ein Wandbild voller Figuren und Gegenstände! Auch hinter- 
liess er sehr viele Tafelbilder, mit Bildnissen und schönen Ma- 
donnen, und nicht wenig andere geschichtliche für mehrere 
Kirchen Neapels. In dem todten Christus in S. Domenico 
lllaggiore, wie im heil. Vincentius in der Kirche S. Pier Mar- 
tire, soll er sich selbst übertroffen haben. Unterdessen begann 
in Neapel ein neuer Zeitraum, der nach dem ureigenthümlieh- 
sten und berühmtesten Urbild vom Ritter Massimo die Schule 
Zingarrvs genannt wird, und Zingaresche (zigeuncrische) 
Bilder heissen in Neapel gewöhnlich die, welche von ihm bis 
zu Tesauro, oder kurz nachiihm gemalt wurden; so wie über. 
all die dem Berrettini naehgeahmten Cortonisehe heissen. 
Um jene Zeiten blühten zwei bedeutende Künstler, deren 
ich hier gedenken muss, eh ich die NeaplerSchule weiter ver- 
folge: nämlichMatteo von Siena undAntonello von Mes- 
sina. Von dem Ersten hab' ich schon bei den Sienern gespro- 
chen und erzählt, (lass er in Neapel einen Mord der llllßßhllldigßll
        

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