Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289787
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Drittes 
Buch. 
Römische 
Schule. 
meiden, die Schatten mit gewissen rothen Tinten verkiinstelt. 
Dem ersten Fehler ist nicht abzuhelfen; dem zweiten scheint 
die Zeit fast immer zu steuern, indem sie die minder wahre 
Farbe dämpft und tödtet. 
Endlich verdankt diesem Zeitraume ihre höchste Vollen- 
dung die Mosaik, welche Nachahmerin der Malerei wurde, nicht; 
mehr mittels ausgewählter und verbundener bunter Steinchen, 
sondern mittels einer Zusammensetzung, weiche jedes Colorit, 
jede Halbtinte, jede Abstufung, jeden Uebergangj, wie mit dem 
Pinsel wiedergeben kann n). Baglione schreibt die Ver. 
besserung dieser Kunst dem Muziani zu, den er Erfinder- 
der Art Mosaik mit Oel zu bearbeiten nennt, und dessen für 
die Gregorische Capelle ausgeführtes liiosaik er als das sehön_ 
ste lobt, das nach den alten Zeiten gemacht werden. Don; 
arbeitete unter MuzianPs Leitung Paolo Rossetti der 
Centeser, der seinen Mitbürger Mareello P rovenzale unl. 
terrichtete, Beide geschickte Musivarbeiter, und der zweite, der zu 
Paul's V. Zeit lebte, fertigte auch das Bildnis des Papstes und einige 
Cabinetgemiilde. Ein grossartiges Werk, wie es oft zu gehen pflegt, 
gab Anlass zu Vervollkommung dieser-Arbeiten. Die den Üelgemäl- 
den so feindselige Feuchtigkeit der Peterskirche rieth schon zu  
ban's Vlll; Zeit, Mosaiken statt ihrer zu brauchen. Das erste 
Altarbild wurde von einem Schüler des bereits erwähnten Pro- 
venzale gefertigt, Giambatista Calandra, geboren zu 
Vercelli. Es stellt den heil. Michael dar, und ist ein kleine; 
Bild nach einem Muster des Ritters d'Arpino. Andere Fi_ 
guren führte er später in den Kuppeln und einigen Fenstern der 
Kirche nach RomanellPs, Lanfranco's, Sacchüs und 
Peillegriniis Cartons aus; weil ihm aber der Lohn unter 
dem Verdienst schien, so arbeitete er lieber für Privaten bald 
Bildnisse, bald Copien vorzüglicher Alten. Unter diesen lobt 
Pascoli eine Madonna nach einem Bilde RaffaePs im Be- 
sitz der Königin von Schweden. Von diesem und andern ühn- 
liehen Werken urtheilte er, dass sie ihrer Gleichheit und F ein- 
heit wegen in der Nähe betrachtet und wieder betrachtet zu 
werden verdienten. - x  
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