Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289737
Fünfter 
Zeitraum. 
Cortonisten. 
Maratta 
539W 
einen Sohn, der auch Landschafter, aber nicht so merkwür- 
dig war. 
lm Anfange des Jahrhunderts zeigte Bernardino Fer- 
gioni in Rum besondere Geschicklichkeit in Seestücken und 
Häfen, wo er mannichfaltige und seltsame Figuren anbrachte. 
Er hatte anfangs sein Glück mit Thiermalerei versucht, dann 
aber den andern Weg eingeschlagen, wo er besser fortkam. 
Nach wenig Jahren wurde sein Name von zwei Franzosen ver- 
dunkelt, Adrian Manglard, von gediegenem, natürlichem, 
gehaltenem Geschmack; und seinem Zögling Joseph Vernet, 
der reizender und geistreicher, ais sein Meister malte. Man 
möchte sagen, der Erste fürchtet, wenn er malt, zu irren, der 
Zweite wandelt ganz sicher einher; der Eine will wahr, der 
Andere reizend seyn. Manglard war lange in Rom, und 
seine Arbeiten sieht man in dem Landhause Albani und vielen 
andern l-liiusern; Vernet bei Mar. Rondaniui und in nicht 
vielen andern Sammlungen. 
Schlaehtenmaler hatte dieser Zeitraum ausser Berge- 
gnone's Schülern nicht viele. Christian Reder, auch 
M. Leandro genannt, kam um 1686, wo Ofen eingenommen 
wurde, nach Rom, und malte, wie es die Zeit rieth, Schlach- 
ten zwischen Christen und Ottomannen, die sehr bald herun- 
terkamen, weil es zu viele, wenn auch gut gearbeitet waren. 
Die beste, nach PascolPs Ürtheile, war in der Gallerie der 
Minimi; auch liess er andere in mehrern fürstlichen Palästen. 
Auch in Landschaften war er erfahren, wie in der gefälliger: 
Malerei, worin er von M. Stendard van Bloemen, Franz 
Orizzontws Bruder, unterstützt wurde. Auch dieser war 
im Sehlachtenmalen glücklich, übte sich aber mehr in Bam- 
bocciaten Niederläindischer Art, wo er gern Thiere, besonders 
Pferde anbringt, die er sehr gewandt und beinah vorzüglich 
darstellt. Die Gründe hält er sehr licht, die Figuren hebt er 
sehr bestimmt heraus. 
Ganz in italienischem Styl findet man in Rom und im 
Kirehenstaate viele Bamboceiaten des schon unter den Land- 
schaftern erwähnten Lueatelli. Die Kenner unterscheiden 
zwei Style in ihm, den ersten guten, den Zweiten besten, M! 
Tinten, wie an Phantasie höchst reizenden. Neben ihm Sißht 
man in einigen Sammlungen Monaldi, der, wiewol in ähn-
        

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