Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289564
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Drittes 
Buch. 
Rölnische 
Schule. 
Vergleich .mit Giordano, bis denn das Vorurtheil dort, wie 
in Italien, der Wahrheit wich. 
Vom Anfange bis in die Mitte des Jahrhunderts und noch 
weiterhin lebten mehrere, die ein Recht an der Geschichte 
_haben. Von Francesco Fernandi, genannt Imperiali, 
ist. das Martyrthum des heil. Eustachius in seiner Kirche, sehr 
gut gedacht und verständig colorirt. Antonio Bicchierai 
den Wandmaler muss man besonders in S. Lorenzo zu Panis- 
perna kennen lernen, in welcher Kirche er ein Deckengemälde, 
das ihm Ehre macht, lieferte. Michelangiolo Cerruti 
und B iagio P u cciini, ein Römer, um die Zeit Clemens XI. 
und Bcnerlict Xlll., galten für gute Praktiker. Von andern, 
die sich unter den folgenden Päpsten einigen Namen machten, 
werde ich bei andern Schulen sprechen, oder, wenn ich sie 
übergebe, sind sie im Wegweiser zu iinden. 
Jetzt gehe ich von den Landsleuten zu den Fremden über 
und handle kurz von ihnen, weil das Werk, durch viele neue 
ltalische Namen, die sein Zweck sind, angewachsen, nicht lange 
Zwischenrede über Fremdes gestattet, dies auch überdies von 
Auswärtigen sehr gut behandelt worden ist. In diesem Zeit- 
raum malten in Rom nicht wenig Ueberbergler, die meistens in 
der niedern Malerei sich berühmt machen, wo wir sie nament- 
lieh loben werden. Einige darunter arbeiteten auch für Kir- 
chen, wie Joh. Bapt. V anloo von Aachen, Luti's Schüler, 
vom Meiter selbst bewundert, der in S. Maria in Monticelli 
die Geisselung malte. Dieser aber blieb nicht in Rom, s0n_ 
dern ging nach Piemont, Paris und London, berühmt in Ge- 
schichtmalerei und ausgezeichnet als Bildnismaler. Eitrige 
Jahre nach Vanloo kam Peter Subleyras von Gilles, 
der sich in Rom anheimte, und der Römischen Schule viel 
nützte. Indem sie nämlich nur Anhänger alter Style erzeugte 
und darüber selbst altertc, trat er zur rechten Zeit mit einem 
neuen inis Feld 9). Von Ludwig XIV. war in Rom die Akn- 
demie gestiftet worden, die sich von 1666 her-schreibt. Dazu 
hatte le Brun mitgewirkt, Frankreichs Giulio, der berühm- 
teste der vier Kurie, welche damals die Malerei aufrecht hiel- 
Goethe's 
Wirzclcclmann 
Jahrhundert. 
sein 
W. 
und 
211
        

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