Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289555
Fünfter 
Zeitraum, 
Cortonisten. 
Maratta 
521 
in Rom für einen wackern jungen Mann galt, und in derTheresen- 
kirelie mit Ab. Peroni aus Parma um den Preis ringen durfte. 
Nach Palermo zurückgekehrt, ward er ein berühmter Künstler, 
von welchem man ausser Oelbildern grosse Frescoarbeiten, be- 
sonders die Kuppel der Jesuitenkirehe und die grosse Capelle 
des Klosters Caritai. genannt aufzeigt.  Gregorio Gu- 
glielmji, ein liönner, ist in seiner Vaterstadt nicht sehr be- 
kannt, wiewol er wegen seiner Fresken im Siechhause zum 
heil. G. in SiISSlR unter die vorzüglichsten jungen Leute ge- 
rechnet wurde, die in Rom unter Papst Benedict XIV. malten. 
Er verliess es bald, und ging nach Turin, wo in der Kirche 
de' SS. Solutore und C. ein kleines Bild der Schutzheiligen 
ist; nach Dresden, Wien, Petersburg, wo er für die Fürsten 
mit vielem Beifall Fresken malte, leicht in der Anordnung, 
angenehm im Colorit, in der Zeichnung streng Römisch, was 
er, wie Lapis, aus einer andern Schule zu Conca bringen 
musste. Unter seinen gerühmtesten Werken ist ein Decken- 
bild in dem Univcrsitiitsgebüudc zu Wien, und ein anderes im 
kaiserlichen Palast zu Schönbrunn. In Oelbildern war er nicht 
so brav, meistens vielmehr schwach. Ein Zeichen, dass er eher 
zu Conca's, als TrevisanPs Schule gehört, wohin ihn 
Andere rechnen!  
Corrado Giaquinto war ein anderer Schüler Soli- 
mene's, der von Neapel nach Rom kam. Dort lernte er 
das Colorit bei Conea, worin er fast dieselben Grundsätze 
befolgte. Er ist ein minder sebulgerechter und mehr manierirter 
Maler, der in jugendlichen Gesichtern Formen zu wiederholen 
pflegte, die seinen Landsleuten iihnelten. Dennoch hatte er 
einiges Verdienst, weil er leicht, keck war und im Kirchen- 
staate sich durch mehrere Werke in Rom, lllacerata und an- 
derwärts bekannt machte: Er war nachher in Pißlllßnli, Wie, 
wir zu seiner Zeit erzählen werden, dann in Spanien in Dien- 
sten des Hofs, wo er allgemein geiiel. Spaniens lange nach 
Tizian's Schule gebildeter Geschmack hatte sich schon seit 
mehrern Jahren geändert; man bewunderte Giordano, sein. 
geistreiehes, freies, behenrles Wesen, das man in Corrado 
wiederfand. Dieser Beifall ilauertc auch, nachdem Mengs 
mit seinem Style aufgetreten war; jll, dieser schien anfangs 
vielen Künstlern und Kunstfreunslcn schwcrfüllig und kalt im
        

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