Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289467
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Drittes 
Buch. 
Römische 
Schulje. 
die übrigen in dem Wegzveiser durch, Rom angeführten, und 
die vielen im IGrchenstaate zerstreuten nicht Eintrag thun_ 
Dahin gehören einige mit mehrern Heiligen bei den Conven- 
tualen in Urbino, und den Camaldolensern in Fabriano; die 
Erscheinung Christi vor Petrus bei den Philippinern in Cittät 
di Castello, und mehrere Oclbilder und Fresken in Forli und 
Macerata. Er arbeitete viel für auswärtige Sammlungen, be- 
liebt in geschichtlichen Gemälden. Aus seiner Schule ging der 
schon genannte Canon. Lazzarini hervor, welchen ich, da 
er mit andern Cignanisten zusammenlebte, gegen das Ende 
der Bologner Schule betrachten werde.  Niccola LaP-iccßi- 
1a von Crotone" im jenseitigcnuCalabrien blieb in Rom, um] 
wurde durch eine Kuppel in einer Vaticaner Capelle Vorbild 
für "Musivarbeiterx lu andern Kirchen hat man einige Bilder 
von ihm, bessere vielleicht im Kirchenstaate, besonders zu 
Velletri; "Von; ihm; hörte ich, er sei ein Schüler des Man- 
eiini gewesen, wiewol er im Colorit seiner heimischen Schule 
etwas tanhing.  
1' "ifliovnaventura Laamberti wird von Mengs unter den 
letzten "guten Anhängern der Cignan ischen Schule genannt, 
deren Geschmack er mehrals Man cini selbst befolgte. E,- 
hat. wenig öffentliche Werke ausgestellt; doch widerfuhr ihm 
dießEhre, dass seine Zeichnungen von Gius. Ottaviani in 
Mosaik ausgearbeitetf und eirrBild von ihm von Frey gesm- 
eben wurde. Es ist- in. der heil. G. Kirche der Ncapolitaner 
und stellt ein Wunder des heil. Franz von Paula vor. Da, 
Haus Gabrieli, welches ihn besonders in Gunst nahm, hat eine 
Menge geschichtlicher-Bilder von ihm, die allein ein gebildetes 
Auge angenehm unterhalten könnten. Von Lamberti erhielt 
die Römische Schule den Ritter Marco Benefial, der in 
Rom geboren warund lebte, einen trefilichen Kopf, der sich 
aber in seinen Arbeiten nicht gleich ist, nicht aus Unvermögen, 
sondern lediglich, weil er nicht wollte. 
Diesem ertheilt Venuti in der Risposta lalle riflessioni 
crit. di 1910119. Ärgens vor allen Uebrigen seiner Zeit das Lob 
vollendeter Zeichnung und Caraccischen Colorits. Sein 
Denkmal steht im Pantbeon unter den übrigen der vornehm- 
sten Maler, und unter dem Brustbild steht des Abt Giovenazzo 
Lobspruch, wo er besonders wegen seines Ausdrucks gelobt wird.
        

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