Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289457
Fünfter 
Zeitraum. 
Cortonisten. 
Maratta 
511 
als der Erste, sehr gelobt wegen eines heil. Felix in seinem 
Geburtsort in der Capucinerkirche. Gewöhnlich erhebt er sich 
nicht über das Mittelmässige, wie häufig Maler, die fern von 
Hauptstädten ohne Reiz der Nacheiferun-g und ohne Fülle von 
guten Mustern leben. Dasselbe mag wol Marattaßs anderm 
Schüler, Giuseppe Oddi von Pesaro, begegnet seyn, wo ein 
der Kirche della Caritai ein Bild von ihm ist. Wir kehren zur 
Hauptstadt zurück.  
Neue Verstärkung zu Aufrechthaltung- des Caraccischen 
GeSßllmüßlis ill R0m„sentlete die Bologner Schule. Ich will 
nur von denen sprechen, die sich dort. niederliessen. Pasie- 
    
cher das grösste Altarblatt in Rom iin der Apostelkirche, das 
lllartyrthum des heil: Philipp und Jakob, malte.  Dasser ein 
Bild von diesem Umfange in riehtigem Verhältnissen mitjwqhl. 
verstandener Beleuchtung, wenn auch im. CQIQYÜ Jlißhßigleich 
glüpklich, ausgeführt, machte. ihm einen. Namens; Undevso be. 
kam er Anlass zu vielen kleineren Werken, worirsißnißichjmr 
mer als guten Zeichner  bewies," und auch bessereuj-ffiilten 
brauchte. Er wurde beauftragt, teinen derjPropheten IiÄL-(lßr 
Lateranichen Basilica zu malen, und, malte auch für andere 
Orte; für die Primaskirche in Pisaj [malte Jeniein anderes gras- 
sesj Bild, dcnlheil. Ranieri, der. eineniBesessenen heilt; man 
zählt dies unter seine fleissigsten. F-ranzcescqManeini ,d.i 
S. Angiolo in Vado, und Bonawexrtierrs Lamberto .von 
Carpi hatten in Bologna am Ritterllarlsfßignani einen 
bessern Meister gehabt. Als Mancinii mich Rom-Akam, iging 
er nicht ganz im Geleise seines Erziehers-nfert, sondern  eigq- 
nete sich mehr von der Leichtigkeit llndxißßlißlldigkßiß Seines 
Mitschülers Franeeschini an  IIIiiZviCIBSSCIInM-üllißf _er einige 
Aehnlichkeitihat. lndess scheint errduchimindef Eil zu haben, 
und hat mindestens" weniger gemalt.  Erfwurde seiner Ergiin, 
dungen wegen geachtet und darum-wen Liazzßrini als Muster 
aufgeführt; er zeichnete gut, colorinte Jieblich, und ward in 
Rom zu den Ersten seiner Zeit gezählt. Er malte das Wunder 
Petri an der Porta Speciosa, ein Bild, :WBiCll(:S im Pal-asle Monte 
Cavallo aufbewahrt wird und in der Peterskirche als Mosaik 
ist. Dies wohl angeordnete, mit guten Ansichten geschmückte 
und mit Figuren beseelte Bild ist ein Hauptwerk, welchem
        

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