Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289411
Fünfter 
Zeitraum. 
Cortonisteu. 
Maratta 
507 
Sulfragio, wovon ein Stich vorhanden. Auch in Wandgemäl- 
den war er brav. Besonders werden-ihm. die im Palast Barbe- 
rini unter einiger Leitung Bello M's, und-die in der Gal- 
lerie Colonna immer Ehre machen; denn er ist gehalten, 
fleissig, und überlegsam, wie selten die Wandmaler. Er hatte 
von Natur nicht die grössten Anlagen, ward aber durch Fleiss 
einer der tüchtigsten Maler seiner Zeit. Tommaso Chiari, 
auch von Maratta, dessen Zeichnungen er zuweilen austiihrte, 
unterwiesen, blieb mittelmässig, wie Sigismondo Rosa, des 
bessern Chiari Zögling. 
Zu diesem, Maratta's Vertrauten, fügen wir nochlzwei, 
nach Pascoli die Einzigen, die er sorgfältig unterrichtete: 
Giuseppe Passeri, Giambatistats Neffen, und Gia- 
cinto Calandrucci aus Palermo. Beide haben sich als 
gute Nachahmer ihres Meisters ausgezeichnet. P asseri ar- 
beitete auch für den Kirchenstaat; in Pesaro ist von ihm ein 
heil. Hieronymus, der über das jüngste Gericht nachdenkt, 
welchen man unter seine besten Werke zählen kann. Für die 
Vatieaner Hauptkirche malte er eines der Seitenstücke von Ma- 
rattzfs Taufe, den heil. Petrus, welcher den Hauptmann 
tauft; es wurde dort in Mosaik gearbeitet und das Urbild den 
Conventualen in Urbino übersendet. Bei diesem Bilde leitete 
ihn Maratta, und es ist gut colorirt. In vielen, wie der 
Empfängnis in S. Tommaso zu Parione und andern zu Rom 
ist das Colorit schwächer. Als Caland-rucei gute Proben 
seiner Kunst in S. Antonio der Portugiesen, S. Paolino della 
Regola und mehrern Kirchen Roms gegeben, auch in mehrerer. 
Grossen Häuscrn, sogar für zwei Päpste zu grosser Zufrieden- 
heit "gemalt hatte, kehrte er nach Palermo zurück und malte 
dort in der Heilandskirche das grosse Bild U. L. F. mit dem 
heil. Basilius und andern, starb aber bald nachher. In Rom 
hinterliess er einen Neifen und Schüler, Namens Giamba- 
tista, auch einen Bruder Domenico, seinen und Marat- 
ta's Schüler. Sie können "aber jetzt nicht weiter erwähnt 
werden.  
Andrea Procnccini und Pietro d e' Pietri behaup- 
ten eine bedeutende Stelle in dieser Schule , wiewol sie ein 
ganz verschiedenes Schicksal hatten. P r o c a c c i n i , von wel- 
chenx in S. Laterano der Daniel ist, einer der zwölf Propheten,
        

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