Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289379
Fünfter 
Zeitraum. 
Cortonisten. 
Maratta 
503 
denn der Vater diesesjLlauri, Baldassare Fianimingß, 
ein Schüler Brilli's,;- lebte zu Zeiten SacchPs in, Rom, 
ward unter die guten Lanclsehafter gezählt und auch in Bal- 
dinuccPs Geschichte erwähnt.  i,   
LaurPs früher Tod wurde durch Luigi- Garziis undi 
Carlo Marattais langes Leben ausgeglichen, welche bis in 
den Anfang des 18. Jahrhunderts malten; Feinde der Eil, von ge- 
diegenem Styl und kaum von den Vorurtheilen berührt, welche 
später zu Gesetzen wurden! Der Erste, von Orlandi ein-Räw 
mer genannt, war von Geburt ein Pistojer," kanr aber noch als; 
Jüngling nach Rom, und, wiewol er funfzehn Jahre unter  
cali sich zum Landsch-after bildete, ging er doch" hierauB zu, 
Saechi und ward ein so verdientervlfigurenmaler, dass er in 
Neapel und Rom. in jeder Gattungwvon Malerei vielen Beifall 
fand; dort waren sein berühmtestes Werk die beideniinkÖnigIL, 
Palast gemalten Zimmer; hiexynwn ermehrere Kirchen schmüclb, 
(e, schien er in dem Propheten in 8.. Giov. Laterafno sich: 
selbst zu übertreffen. Im Allgemeinen wird er seiner Formen, 
Gebärden, leichter Erlindung und Anordnung wegengelobt, 
ist ein guter Prospectmaler, verständiger Grossmaler, wiewol er 
dem Maratta an Feinheit des Geschmacks nachsteht. Auch 
hängt er nicht so an SacchPs Schule, dass er nicht auch 
Cortona etwas nachahmc, zu dessen Schüler ihn Einige gin- 
macht haben. Dies ist der Fall inymehrern Bildern zu Rom; 
und in auswärtigen, unter andern im S. Filippo Neri in dessen. 
Kirche zu Fano, welche eine Gallerie selteneriGcmülde  
Mehr aber als sonstwo, Cortonafs, oderpnoeh besser zu: 
sagen, Lanfrancow Nachahmer ist er in der blimurelfalirt. 
im Dom zu Pescia, einem ungeheuern und für sein "Meister-e, 
werk gehaltenen Bilde. Es wird in Innocenzio Aazsalä 
dißs Catalogo delle ruigliori pitture di [lhlclinievolo erwähnt, 
der auch in der Istoria di Pesciu eingerückt ist. Marie, 
Luigi Garzißs Sohn, wird im Weg-weiser in Rom zweimal; 
erwähnt. Er starb jung. Agostino- Scilla soll hier nur 
genannt, an einem andern Orte aber betrachtet werden. w  
Ritter Carlo M aratta 3) ward zu Camurano in Ancona 
geboren und Stand zu seiner Zeit im Rufe eines der vorziig-l 
3) Vgl. Goethe's 
Winciellnann 227. 
232 
237, 241.
        

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