Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289358
Fünfter 
Zeitraum. 
Cortonisten. 
Maratta 
501 
tolinischen Gallerie seine Psyche bedeutend, welche durchaus 
feinen Geschmack und Zierlichkeit athmet. Von ihm und dem 
Wenigen, was er in Toscana gemalt, handelten wir bereits bei 
Gabbianfs Schule. Hier soll von einigen seiner Zöglinge, 
die in Rom blieben, gesprochen werden; andere Werden bei den 
verschiedenen Schulen ihren Platz finden. 
Placido Costanzi wird in Römischen Gallerien oft 
wegen seiner artigen_ Figuren zu Orizzontivs Landschaften 
vorgezeigt; auch Altargemälde gelangen ihm gut, indem er im 
Zarten vorzüglich war. In der Magdalenenkirche ist das Bild 
des heil. Camillus mit so anmuthigen Engeln, dass man sieht, 
wie er Domeniehino nachzuahmen traehtete. Auch in 
biauergemählen zeichnete er sich aus, wie die Decke der grös- 
scrn Tribune in S. Maria auf dem Marsfelde beweist. 
Pietro Bianchi bildete sich im Gefälligen mehr als 
Einer nach Luti, übertraf ihn aber im Grossräumliehen, wel- 
ches er von Baciceio behandeln lernte. Der Tod, der ihn 
in der Blüte dahinriss, und sein nie sich genügender Fleiss 
erlaubten ihm nicht, viel Werke zu hinterlassen. Sehr wenig 
haben die Römischen Gallericn und Kirchen; in Gubbio ist eine 
heil. Clara mit einer Engclerscheinung von grosser Wirkung 
wegen des Lichts; die Skizze davon kaufte der König von 
Sardinien thcuer. Für die Peterskirche malte.cr ein Bild, das 
am Altar des Chors in Mosaik ausgeführt wurde. Das Urbild 
ist in der Karthause, woran jedoch Man cini sehr viel An- 
theil hatte, indem Bianchi wenig mehr, als den Entwurf da-_ 
zu, gemacht hatte. 
 Francesco Miehelangeli, genannt! l'Aquilano, 
ist durch. einen Brief Luti' bekannt (Lett. piti. T. VI. p. 
278), wo die Anmerkungen sagen, dass er jung gestorben, 
und der Meister ihn oft gebraucht habe, seine {leissigsterl Ar- 
beiten zu copiren. Dies erklärt, woher einige schöne Copien 
Lutißs an mchrern Orten kommen. 
Endlich ging aus dieser Schule ein mittelmiissiger und 
llßßll für den Urheber" sehr schöner Gemälde gehaltener Maler 
hervor, in Araceli nämlich zweier Bilder der heil. lllargarethe, 
in S. Gallicano des Kirchenheiligen, im Bambino Gesü der 
Geburt. Er hiess Filippo Evangelisti, und war Kam- 
merdiener des Cardinals Corradini, durch welchen er nicht
        

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