Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289105
A476 
Drittes 
Buch. 
Römische 
Schule." 
der. Wenig Jahre später kam Anton van Dyek 43) hin, 
um lange dort zu verweilen; aber seine Landsleute, deren viele 
dort lebten, nahmen es ihm übel, dass er sich nicht in den 
Wirthshäusern mit ihnen gemein machte, und nicht so anstän- 
dig lebte; wesshalb er bald wieder abreiste. Viele andere 
Niederländer, welche sich mit der niedern Malerei befassten, 
,weilten lange bei uns, und einige davon werden ihres Orts er- 
wähnt werden; andere arbeiteten an den Kirchen, deren An- 
denken in Rom und im Kirchenstaate fortdauert. Ungewiss 
ist der, weleher in der Peterskirche in Montorio die berühmte 
Kreuzabnahme gemalt, die den Lehrlingen als Schule des 
Colorits empfohlen. wird; Einige nennen ihn Angiolo Fiam_ 
mingo. Von Vincenzio Fiam mingo ist in der Vallicella 
das Plingstgemiilde; von Luigi Gentile aus Brüssel der heir 
Antonius in S Marco und andere in mehrern Kirchen Roms, 
Auch malte er bei den Capueinern in Pesaro eine Geburt und 
einen heil. Stephan, sehr zart und schön geründet; anderes für 
Ancona und verschiedene Städte mit gewohnten: Geschmack, 
der in seinen Cabinetbildcrn noch mehr bewundert wurdm 
„In kleinen Figuren," sagt der lobkarge Passeri, „war u. 
sehr brav; denn er führte sie nicht nur fleissig, sondern auch 
geschmackvoll und reizend aus." Er sehliesst seine Lobrede; 
„in Bildnissen war er ebenfalls vorzüglich, vielleicht mehr, als 
jeder andere." 
Um 1630 studirte in Rom Dicgo Velasquez 44), die 
erste Zierde der Spanischen Malerei, und hielt sich ein Jahr 
dort auf. Er kehrte nachher unter lnnocenz: X. wieder zu_ 
rüek, dessen Bildnis er in seinem Style malte, den er von 
111i 
43) Ueber Ruhen und van Dyck finde! man in unzähligen 
Büchern Nachrichten und Kunsturtheile, welche hier anzuführen zu 
wcilläulig seyn würde. Auffallend istes, dass Ju ach im V o n Sand ral-t 
0 unvollkommene und unrichtige Nachrichten über diese beiden Män- 
ner giebt, da man doch vnn ihm als Zeit- und Klmatgexxussel: den; 
selben Gründiiches erwarten sollte. Hlir verweisen unsere Leser 
daher an J. B. Dcsclzmps Ln. Vie (les Peinlrcs, wo sie im 
1. Theile S. 296 Rubens und im 2. Th. S. 8 A. van Dycläs I.e_ 
ben auf eine hellere, lebhafte {Weise und in gcdrängtcr Kürze ge- 
Sclailxierl. finden,  Q. 
44) S. V2 lasc n Via 0 vies des peinlres cspagn. 
Bat t ari [altere sulla pitmru, 'scultura, arcla-itettura. 
N. 110. und 
V01. ü. Q_
        

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