Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289089
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Drittes 
Buch. 
Römische 
Schule. 
Herren nicht selten. In der Gullerie des Campiwlogiio ist die 
Schlacht zwischen den Römern und Sahinern voll malerische;- 
Kühnheit, und bei den Herzögen Mattei die Geschichte der 
Ehebrecherin in halben Figuren mit mehr Fleiss und Vollen- 
dung ausgeführt, als er gewöhnlich pflegte. Soviel von ihm 
an diesem Orte; von seinen Schülern, die er für die Römische 
Schule bildete, wird der folgende Zeitraum zu sprechen schick- 
lichere Gelegenheit geben. 
In diesem Zeitraum studirtc-n in Rom Ottini, Bassetti, 
Turehi, drei Veroner, von welchen ausführlicher bei der Vc_ 
neziarler Schule! Der Erste kehrte bald in seine Vaterstadt zu_ 
rüek, und hinterliess in Rom nichts Octlentliches. Der Zweite 
malte in der Kirche dcllß Anima zwei iVandbilder: die Geburt 
und die Beschneidung Christi. Der Dritte, unter dem Namen 
Orbetto bekannt, liess sich in dieserHauptstadt nieder und 
starb daselbst; soviel aber ich weiss, hat er ausser einigen 
Landsleuten, die bald in ihre Vaterstadt zuriickkchrten, keine 
Schüler gezogen. Dieser anmuthige und artige hlaler, der bc_ 
Senders in den Tinten eigenthiimlich Schönes hat, malte für 
Verona mehr, als für Rom. Darum aber ist er in Rom 5ei_ 
ner Cabinetbilder wegen nicht Weniger geschätzt, wie z. B, sek 
nes Sisara im Hause Colonna, und seiner Kirchenbilder wegen, 
wie der Flucht nach Aegypten in S. Romualde, und des hciL 
Capuciners Felice in der Concczionc, wo die Familie Barberini, 
wie bereits gesagt, die tüchtigsten Künstler anstellte. 
Zur Zeit der Caraccisten arbeiteten in Rom nicht we_ 
nig andere Italiener, deren Schule, ja Herkunft man nicht im_ 
mer weiss. Von diesen genüge in einer so hilderreichen Stadt 
nur Einiges! Nur einmal wird im Wreglzceiser in Rom ein 'Rö_ 
mer, Feliee Santelli, bei der Kirche der Spanischen Bar- 
füssermönche erwähnt, wo er mit Baglionye wetteiferte. Er 
ist ein Maler voll YVahrheit, mit dessen Namen zu Viterbo in 
der Kirche der heil. Rosa ein Bild unterzeichnet ist. Bei Ba- 
glione lieset man ven Orazio Borgianni, einem Könner, 
Celiffs Nebenbuhler, von welchem- man Gemälde und Bild- 
nisse eines guten Naturalisten hat. Gio. Antonio Spada- 
rino aus dem Hause Galli, ein Römer, malte in der Peters- 
kirche eine heil. Valeria nxitx solcher Meisterschaft, dass Or-
        

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