Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289069
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Drittes Buch. 
Rönlische 
Schule. 
Gute zu loben, als das Schlechte zu tadeln.. S0 oft ich ihn 
lese, meine ich einen geehrten. Greis sprechen zu hören, der 
mehr Siitengehnte, als Kunstvorsehriften giebt. Mit letztem 
kargt er allerdings, woraus man sehliessen möchte, er habe 
wol mehr mit glücklicher Stimmung und Nachalunungsgabe, 
als nach kritischen Grundsätzen und gediegenem Geschmack 
gearbeitet. Vielleicht hat er auch, um nicht sich allzu tief in 
das,Tlneoretische und Tiefe zu versenken, sein Werk in fünf 
Gespräche eingetheilt, worin kein Künstler, sondern nur ein 
Fremder und ein Römischer Adeliger spricht, der erste um zu 
lernen, der zweite zu lehren. lch glaube, man hat in keine,- 
Sprache der Welt so einfache Gespräche. Die beiden Sprecher 
finden sich im Kloster della Minerva, hegrüssen sich flüchtig. 
Hierauf erzählt der eine ein und achtzig Künstlerlebensbesehrei_ 
bangen, welche ziemlich eintönig anfangen, fortfahren und en_ 
den, fast mit denselben Bedarten; der andere hört diese lange 
Erzählung an, ohne sie zu unterbrechen, zu antworten, oder 
auch nur ein Wort zu sagen, und so schliesst endlich dieses 
Zwei- oder Selbstgespräch", ohne dass einer dem andern dankt, 
oder auch nur einen guten Abend wünschet  Kehren wir 
nun zu den Schülern der Toscaner zurück! 
Passirrnano war mehrmals in Rom ohne "edoc 
O 7 J njinw 
destens berühmte Schüler zu bilden. Vanni war auch ' 
da. und 
hinterliess einen Gio. Antonio und Gio. Franceco del 
Vanni, Welche im Wegzoeiser in Rom angeführt werden. Aus 
CigolPs Schule gingen zwei sehr geachtete Römer hervor 
 1    , 
Domenxco Ich, welcher m Mantua glunzte, und G10 
Antonio Lelli, der nicht aus seiner Vaterstadt kam. Sie 
malten in Oel und für Gallerien mehr, als auf Kalk und für 
Kirchen. Vom Ersten sind nur zwei Engel zu S. Lorenzo 
in Damascus, vom Zweiten etliche Bildtafeln, und einige Wand_ 
emälde unter welchen die Heimsuchnnv im Kloster dell  
g 1 ß 3 M1- 
nerva öffentlich sind. 
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41) Was bleibt denn nun aber am Ende noch von dem Bnggfalh 
genen Lobe übrig? W.  Dieses ist; das von uns oft angeführte 
Buch Le Vite de, Pitlori du Baglinne, welches allerdings wegen 
der geschmacklusen Anordnung Tadel, der schätzbnren Nachrichten Wg, 
gen aber bemerkt zu werden verdient. Q.
        

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