Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289054
Yierl. Zeilr. 
zkuflheben d. guten Gesuhnxacks mit Barone-i. 
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aber bildete er sich einen eigenen Styl nach der Natur. 'l'relf_ 
liche Arbeiten von ihm sind in den Bildersammlunlgen und ein 
Bild der Kirchenheiligexi Anna in ihrer Kirche, das, nach Ba- 
glione, mit Geschmack und dreistem Pinsel ausgeführt ist. 
Unter Cristofor0's Schüler zählt man Giovenni 
Antoniol, den Vater des Luigi Scaramuccia, welcher 
jedoch auch die Caracci sah und nachahmte. Er ist leicht 
in Perugia zu finden, und man lobt nxehr seine Lebendigkeit 
und Freiheit des Pinsels, Ials die Tinten, die zu dunkel sind 
und in Kirchen ihn vor Andern verrathen. Vernuuthlich brauchte 
er zuviel 
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Unnbcrerrie, wie nxchrere seinär 
Buratti aus flerselbcn Schule 
Zeit pflegten. Gi- 
malte in Ascoli in 
der Carita die schöne Krippe und einige historische Wandbil- 
der, welche Orsini lobt. Von Alessandro Casolani ist 
bei den Sienern geredet werden; nebst ihm von seinem Sohne 
Cristoforo, der mit Giuseppe Agellio von Sorrento un- 
ter die mittelmiissigen gezählt wird. 
Frnncesco Morelli aus Florenz würde in der Ge- 
schichte nicht genannt werden, whiitte er nicht den Ritter Gio. 
Baglione aus Rom in den Anfangsgriinden unterwiesen. Die- 
ser jedoch hielt nicht lange bei ihm aus, sondern bildete sich 
durch eigenen Fleiss nach den Mustern guter Künstler; wess- 
halb ihn auch Paul V., der Herzog von Mantua und andere 
ausgezeichnete Männer beauftragten. Er ist in Zeichnung und 
Ausdruck nlindcr stark, al in Farbengebung und Helldunkcl. 
Gemälde von ihm sind nicht nur in Rom, wo er viel malte, 
sondern auch in mchrcrn landschaftlichen Städten, wie im Dem 
von Perugia der heil. Stephan, in der Hauptkirche zu Loreto 
die heil. Catharina. In den Tinten kommt er Cigoli nahe, 
im Uebrigen steht er ihm sehr nach. Die Wiedereriveclcung 
der Thabida, die er mit vielem Lobe für den Vatiean malte, 
ist übel zugerichtet; aber dort und in der Pßulscilpelle in S, 
Maria lilaggiore, Paul's V. ausgezeichnetestem Werke, sind 
Wandbililer von ihm, die jenes Zeitraums nicht unwerth sind. 
ln Gallerien ist er nicht häufig; in der der Propaganda sah 
ich "einen sehr kräftig colorirten Rochus von ihm. Er lebte 
lange und hinterliess kurze Lebcnsbcschreibungen der Künstler, 
die zu seiner Zeit von 1572 bis 1642 in Rom gearbeitet hat- 
ten. Er schreibt ohne Ehrgeiz und unparteisam, geneigter das
        

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