Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1289041
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Drittes 
Buch. 
Rönüsche 
Schule. 
Diesem Künstler lkommen im Styl nahe der Ritter Gas- 
pare Celio, ein Römer, und! Antonio, Sohn des Nie- 
eolö Cireignani. Celio war, nach Baglione, Nie- 
eolo's, nach Titi RoncallPs Schüler. Er zeichnete die 
alten lllarnnorwerke nach Kupferstichen und malte löblich; in 
seiner Jugend führte er die ldeen des P. Gio. Batis ta Fia m- 
meri in der Jesuitenkirehe aus, in reifern Jahren in versehie- 
denen Kirchen seine eigenen. Von ihm sind der heil. Frau- 
eiseus auf dem Altar des Hospiz zu Ponte Sisto; einige See- 
nen aus Raimondtvs Leben in der Kirche alia Minerva; M0_ 
ses aus dem rothen Meere hervorgehend an einer Decke der 
Gallerie lllattei, wo er mit andern treiilichen Künstlern wett 
eiferte. Antonio ist in Rom, wo er mit seinem Vater an 
beitete und nach dessen Tode allein eine Capelle in der Tras_ 
pontina, eine andere in der Consolazione ausschmückte, auch 
in Privathiiusern malte, nicht sonderlich bekannt. Cittai. ([1 
Castello, wo er einige Jahre seiner besten Zeit zubrachte, hat 
mehrere Bildtafeln von ihm, unter andern die Enlpfiingnis bei 
den Conventualen, welche ein Gemisch aus Baroeei und 
Roncalli genannt werden kann, durch welchen er einen bes_ 
sern Styl gewann, als sein Vater. 
Der Cav. delle Pomaranee bildete den lllareh. Gim 
Batista Creseenzi, den nochmaligen grossen Beschützer 
der Künste, der so viel Kunsteinsiehten besass, dass Paul V_ 
ihn zum Oberaufseher der in Rom auszuführenden Kunstwerke 
machte und Philipp llI. der Katholische ihn im Escurizfl brauelmä 
Er malte wenig, am bestenBlumen. Sein Haus ward von Ge_ 
lehrten besucht, besonders von M arino, welcher dort Seine 
Gallerie von Gemälden und Zeichnungen ausstellte, die so treü; 
lieh war, dass er selbst davon sagte: „ich glaube und behaupte 
mit Sicherheit, dass darin mir kein Fürst gleich kommt" (B13 
S. 89). Auch Künstler besuchten es, deren einer, sein Ge_ 
schöpf, sich Bartolommeo del Creseenzi nannte; er 
stammte uus Viterbo von den Cavarozzi, war ein sehr fleig- 
siger junger Mann, anfangs Naehtreter Ronealliis, später 
hensbeschreibung befindet sich sein Bildnis vnn dem Ritter Ottaviq 
Lio n i; doch sieht. man darin keine Zerfetzung, welche Caravag. 
giws liunüit ihm zufügw. Q.
        

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