Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288947
460 
Buch. 
Drittes 
Römische 
Schule. 
viel gemalt; in Tivoli sind einige Bildtafeln von ihm, wie 
der heil. Stephan im Dom, und der heil. Xaverius bei den Je- 
suiten, welche ihn als Künstler nicht von grossem Geiste, aber 
doch fleissig und erfahren im Colorit bewähren. Von dem B0- 
logncr Ruggieri wird an einem andern Orte die Rede seyn, 
Guido trug wenig zur Römischen Schule bei, ausser das; 
er in der Hauptstadt eine Menge Bilder hinterlicss„ alle voll 
jener Lieblichkeit des Styls und der übermenschlichen 23) 
Schönheit, welche sein eigenthiimliches Kennzeichen sind. Die 
Geschichte nennt zwei seiner Schüler, die zusammen aus Peru- 
gia zu ihm kamen, Giaridomeniico Cerrini und Luigi, 
Sohn des Gio. Antonio Searamueeia. Cerrini, ge- 
Wöhnlich il Cav. Perugino genannt, wird zuweilen für 
Guido genommen in Bildern, welche ihm der Meister üben 
ging, und die darum sehr gesucht werden; in den übrigen ist 
er sehr verschieden, indem er zuweilen dem ältern Scara- 
muccia naehtritt. Sich selbst gleicher ist sein Geführte. Ex. 
ist anmuthig in jedem Theile der Malerei, und ist er auch 
nicht grossartig, so klebt er doch auch nichfam Boden. Zu 
Perugia sind viele Leinwandbilder, öffentliche wie in Privat 
häuscrn; o eine Darstellung bei den Philippinern, die in je_ 
der Hinsicht reizend ist. Er arbeitete viel in Mailand, wo in 
der Marcuskirehc eine heil. Barbara mit vielen Figuren sehr 
schön colorirt belindlich ist. 1654 gab; er zu Pavia ein Werk 
herau, betitelt: Le ßnezrse de? pcrmelli ilaliuni. Nach Bian_ 
conii hat es viel guten Malerwillen; dessenungeachtet hat es 
anziehende Nachrichten 29). ß  
Gio. Batista Miehelini, genannt il Felignage, 
wird unter dieser Menge fast vergessen; aber die Eugubinrgl- 
haben mancherlei von ihm, namentlich eine fromme 'l'raue,. 
(Pietät), die so glücklicher Bildung werth ist. Einen edle" 
Zögling Guidws hatte Macerata im Ritter Sforza Com- 
pagnoni, von dessen Hand in der Akademie de, Catcnati die 
Errichtung derselben ist, welche man für Guido's Werk hal- 
l 
283 Giebt es 
Menschheit! 
für die Schönheit wol 
ein 
anderes lllerkmal , 
als 
Q. 
die 
29) Ueber Giu. Dom. Cerrini s; L iane Pas coli 
pft-Lori, acult. ed archü. Perugini ( Rum. 1732) p. ZOOf 
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