Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288666
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Drittes 
Buch. 
Römische 
Schule. 
andere Landschafter lebten damals in Rom, Fabrizio aus 
Parma, der mit Matteo, und Cesare aus Piemont, der mehr 
mit Paul verglichen werden kann. Auch darf Filippn 
dßAngeli nicht übergangen werden, der wegen seines langen. 
Aufenthalts in Neapel der Neapolitaner hiess, eigentlich aber 
in Rom geboren war, wo er, wie auch erwiihntermasscn in F10- 
renz, sehr beliebt war. Gewöhnlich arbeitete er im Kleinen; 
seine Ansichten sind fleissig und mit Figürchen geschmückt, 
die eine wunderbare Wirkung thun. Auch einige Schlachten 
hat man von ihm. 
In dieser Gattung jedoch und in Jagden glich damals Nie__ 
mand dem Antonio Tempesti; welchem , jedoch lange 
nachher, Francesco Allegrini folgte; Namen, die aus 
Obigem schon bekannt sind. Zu ihnen kann man noch den 
Römer Marzio di Colantonio setzen, wiewol er vielleicht 
mehr als zu Rom, in Turin arbeitete, wo er dem Card. Fürsten 
von Savoyen diente. Er war auch in Grottesken und Lnnd_ 
schaften geschickt und malte kleine Wandbilder. 
In diesem Zeitraume erwähnt Vasari die Fertigung von 
verglasten irdenen und vielfarbig so schön bemalten Gefäsgen, 
dass „ die Malerei nicht schöner hätte seyn können, wenn sie 
von den trefiliehsten Meistern in Oel gewesen wäre." El- be_ 
hauptete, diese Kunst haben die Alten nicht gekannt; so vou_ 
kommen war sie wenigstens nicht. Gio. Batista Passeri 
in Islm-ia (Zelle pitture in majolica falle in Pesdro e ne' luo_ 
ghi circonvicini leitet die Kunst von dem Florentiner Lucn 
della Robbia abu), welcher der Erde einen verglasten 
an, dass sie unler einem ungünstigen Himmelslriclxe gelmren sind. 
Das Fremdarlige dieser Bilder mochte die Italiener zum Beifall i-QL 
zen und in der That waren sie reich an Erfindungen und ll'I8lllIigfaI_ 
tig in Gegenständen, wenn auch einförmig in der l)arslellungsn'eige_ 
lllattliäu s Slürl) 38 Jahr alt 1584 und Paul starb 70Jahr all 1625 
zu Rom, wo beide Brüder begraben liegen. Sie malten eben so viel 
sehr grosse, als kleine Bilderchen. Q. 
21) Ueber den Stylf, in welchem Luca della Robbia. ßrbeißeqe 
und einige seiner WVerke, s. Slaria rlella Sculzurzx da! sua risorgg 
nzento in Ilalia sinu ul secnlu XIX. Vol. secaluln di Lenpnldo 
Cicngnara. Png. 112. Säroux (Pxlgincnurt Hisluirg de 
lVlrt pur les monmnents. Tome secand. P. 80 Lucas della Rolh 
bio, gelb. zu Florenz 1388, war unter mehrern Verwandten, welche 
sich sämmtlich der bildenden Kunst gewidmet hatten, der vorzügliehstm
        

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