Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288652
Dritter 
Zeitrmun. 
Verfall 
der 
Malerei. 
431 
Schule zu Bologna gerichtet waren, bis ein natürlicher Zug! 
ihn zur Prospectixialerei und mit ihrer Hülfe, wie er.zu sagen 
pflegte, zur Baukunst führte, worin er Wunderschönes, unter 
andern den Palast von Caprarola, leistete w). Dort, und ich 
weiss nicht ob auch anderwiirts, findet man Prospeete von sei- 
ner Hand. Als Schriftsteller iindet er auch im Register eine 
Stelle, namentlich wegen seiner zwei Bücher über diese Gattung. 
Grosse Fortschritte Amaehte die Prospectmzxlerei in Rom nach 
Laureti durch Gio. Alberti di Cittä. di S. Sepolcro, des- 
sen Lob ich hier nicht wiederholen will. Baglione nennt 
zwei Freunde 'I'arquinio aus Vitcrbo und Gio. Zanna 
aus Rom, deren Erster Prospecte, der Andere Figuren dazu 
malte; die beiden Brüder Conti aus Ancona, Cesare brav in 
Grottesken, Vineenzio in Figuren. Diese arbeiteten für 
Privatleute; in den Grottesken und andern niedlichen Gemäl- 
den des Vatican ward Marco aus Faenza unter Gregor Xlll: 
sehr gebraucht; hier leitete er auch andere Künstler. Mehr "von 
ihm bei den Romagnuolil 
An den Landschaften im apostolischen Palast und hier und 
da in Rom hatten Theil Matteo von Siena, der seines 
Orts erwähnt wird, und Gio. Fiammingo, welchen Taja 
uns in dem Herzogsaale kennen lehrt; besonders aber die Nie- 
derliindischen Gebrüder Brill, lvVand- und Oelmaler zugleich. 
Matteo behielt seinen etwas trockenen Styl und sein minder 
wahres Cßlürit bei; Paul, der ihn überlebte, verbesserte "ihn 
nach Tizian und den Caracci. Er war vorzüglich, gab! 
allerlei Ansichten lebendig und wahr wieder und mit angemes- 
senen Scenen. Italien ist voll solcher Bilderehen  Zwei 
19) Plan und Ansicht dieses Palastes ist in dem trelflichen XVerlce, 
Cliwlr des plus crfläbres maisons de plaisance du Rinne e! Ile srrs 
envirmzs, ruefsurefes et rlexsinties 11m- Cllarles Percier et P, F_ 
L. Funtaine (Pur. 1809) pl. 70K  
20) fiel Srliihler Banale von Carl von Mander F01. 205 lief 
Leben van Mntth eus an Pauwels Bril ghebroerlers Schilder: von 
Antwerpen. [lnter beiden Brüdern wvar Paul der Gesßhicktere. 
Obwol Beide lange in Italien lebten. so eigneten sie sich doch den 
Charakter dieses Landes nicht un und ihr Colurit, welches in das 
Blaugrüne fällt, hlieh kalt, wie das Klima ihres Vaterlands. lhr 
linunischlag ist steif und gleicht in Papier ausgeschnittenen Blättern. 
Die Figuren, womit sie ihre Landschaften bevölkern, sind immer 
Niederländische Bauern in Italienischen Kleidern und man ieht es ihnen
        

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