Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288645
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Drittes 
Römische 
Schule. 
wie ich glaube, in Ascoli. In dem Rosenkranze zu S. Dome- 
nico hat Orsini viel Lobenswerthes in der Vertheilung der 
Figuren, in Zeichnung und Colorit gefunden. Eine andere 
Darstellung desselben Gegenstandes in S. Rocco zieht man 
jener ersten vor, bis auf die zugeschnittenen Figuren, wovon 
wir bei lAndrea del Sarto und Taddeo Zuccaro gß_ 
sprechen haben. Aus demselben Grunde wird Carlo Alle- 
grctti getadelt, der in derselben Stadt denselben Fehler be- 
ging. Er ist ein reicher Maler "und aus einer Erscheinung in 
der Cathedrale zu Bassano kennen zu lernen, welche seine iibri- 
gen Bilder vertritt. Blaldassini in der Geschichte von Jesi 
bei Colucci erwähnt da den Priester Antonio Massi, 
welcher in Bologna studirte und etliche Bilder malte; und 
Antonio Sarti, den ich für besser als Massi halte, und 
dessen Beschneidung in der Collegienkirche des Massaccio 
man sehr lobt. Dort war Paolo Pittori geboren, und 
schmückte diesen Geburtsort, wie seine Umgebungen sehr vßl-_ 
ständig. Diese Männer nun mögen als Provinzialmaler jener 
Zeit zur Probe dienen. Viele Andere theils Wandmaler, theils 
mittelmüssige, theils auch weniger als mittelmässige, übel-gehe 
ich. Nicht Wenige freilich muss ich übergehen, bloss weil 
sie unbekannt sind. Uebrigens lindet man im Kirchenstaate 
hier und da sehr schöne Werke, deren Urheber aufzusuchen 
und bekannt zu machen, schon der Mühe lohnte. 
Schon in dem vorigen Zeitraums zertheilte sich allmiilig 
die Kunst in mehrere Zweige; in diesem Zeitraume mehrten 
sie sich mittels einiger 'l'alente, welche diese oder jene Gattung 
von Darstellung liebten. Nach Jacopo del Conte und 
Scipione da Gaeta preiset man die Bildnisse des Römer-g 
Antonio de, lllonti, der unter den Bildnismaiern Gregor-m 
für den wahrsten galt; auch die von Prospero und Livia. 
Fontana, wie Antonio Scalvati, alle drei aus der B0- 
logner Schule. Zu diesen kann man noch den Mantuancr Pie- 
tro Fachetti setzen.  
 Die Prospectnralerei bearbeitete vortrefflich Jacopo Ba- 
Iüßßi, gewöhnlich Vignola genannt, ein grosser Name un- 
ter den Baukünstlern, worüber sein Verdienst um erstere ge- 
WiSSeTmaSSßH vergessen werden ist. Man muss aber wissen, 
dass seine ersten Studien auf F igurcnmalerei in Passarottfs
        

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