Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288639
Dritter 
Zeitraum. 
Verfall 
der 
Malerei. 
429 
lamo di Sermoneta malen gelernt m). Wie dem auch sei, 
Gasparrirli geht einen ähnlichen Weg; nur ist er minder 
vollendet in, der Ausführunggiwie die beiden Cnpellen in S. 
Venanzio di Fabriano darthun, wo das Abendmal, und die 
Taufe unseres Herrn belinrllich sind. seitwärts malte er an- 
dere Scenen; die beste ist, Petrus und Johannes, welche Kranke 
heilen, schön in der Zusammensetzung und Manches nach Raf- 
fael. In seiner Vaterstadt kann man ihn aus den Wunden 
Christi bei den Conventualen, und etlichen Zimmergemiilden 
bei den Verwandten seiner Familie, den HH. Ferri, sehen; 
andere sind zweifelbar, oder schlecht ausgebessert. Der P. Ci- 
valli, der am Ende des sechzehnten Jahrhunderts schrieb, 
Spricht von diesem Künstler mit vieler Achtung. wie die A11- 
lichitit Picene T0. XXV beweisen. In der neuern Beschrei. 
bung der Gemälde von Ascoli finde ich, dass ein Sebastiano 
Gasparrini aus Macerata, ein Zögling des Ritters Poma- 
ranci, daselbst eine Capelle des heil. Blasius auf Kalk malte. 
Ich fürchte aber, dies ist vielmehr Giuseppe Baistiani, 
Gasparrinißs Schüler; von ihm zeigt man in lllacerata eine 
andere Capelle bei den Carmelitern mit vielen Gemälden, vom 
Jahre 159-1. 
Ob Marcantonio rli Tolentino , der in Toscana von 
Borghini und nach ihni von Colucci (T0. XXV, p. 80) 
erwähnt wird, in seinem Gcburtsorte wieder gemalt habe, kann 
ich nicht sagen. Von Caldarolu, im Mnccrntischen, war ein 
Maler Durante de, Nobili, der" Michelangelo nach- 
strebte. Eine Madonna von ihm unter vier Heiligen findet sich 
zu Ascoli in S, Pier "di Castello, wo er Namen und Geburtsort 
nebst dem Jahre 157] unterzeichnete. Aus einer andern Schule 
mag wol ein Simone de Mngistris seyn, lllaler und Bild- 
hauer zugleich, der in der Landschaft umher viele Werke hin- 
terlicss. Sein Bild Philipp und Jacob im U01" Zll 0Sim0 von 
1585 ist im Gedanken sehr einfach, in der Ausführung nicht 
eben glücklich; nicht so sind andere aus seinen reifern Jahren, 
18) ln der frühen-n Ausgabe nannte ich ihn unach einer handschrift- 
lichen Angabe Sex-j, und meinte, Siciolaxxte könnte Hußh W01 
Beiname scyn. H ra n d 0 I e s e wies mir aber eincx (Virahschrifl bei 
Gßlietli nach, wo er sich auch Siciulante lubgnelynt; daher 
wol eher Serio Beiname seyn lllÖlJhLC. L.
        

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