Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284123
V U1" W U11. 
Schien, hervorzuheben. Uebrigens könnten sie Vorwurf ei- 
ner hesondern Geschichte seyn, und manche, z. B. die Druk- 
kerkunst, haben bereits ihre! Geschichtschreiber gefunden. 
 Auf diesem Wege, wo mir so helle Beispiele vor- 
leuchten, zweifle ich nicht, meine Leser zu befriedigen. 
Eher fürchte ich, ihnen in der Wahl der Künstler zu 
misfallen, deren Zahl, wie man sich auch immer ver- 
halte, doch diesem zu klein, jenem zu gross scheinen 
wird. Hinsichtlich der tretflichsten zwar, welche ich be- 
trachtet zu haben hoffe, oder der schwächcrn, Welche 
ich übergangen, einige ausgenommen, welche ihres 
Bezugs halber zu den Treffiichen zuweilen zu nen- 
nen wohl geziemt  wird man mir wol keine Aus- 
stellungen machen; wol aber wird man mir Reden, oder 
Schweigen von jener Nlittelschaar verargen, welche, so 
zu sagen, weder den Senat, noch den Ritlerstanrvl, noch 
das gemeine Malervolk, sondern eben nur die Mittelmäs- 
sigen ausmacht. Viele Rechtshändel sind Gränzstreite, 
und ein solcher ist auch der hier fragliche. Oft kann 
man darüber streiten, ob ein Maler sich mehr den Guten, 
oder d'en Schlechten nähere, ob er mithin einen Platz in 
der Kunstgeschichte verdiene, Qder nicht. In solcher Ver- 
legenheit, wie sie mich während" des Schreibens nicht; sel- 
ten befiel, neigte ich mich immer mehr auf die milde, 
als auf die strenge Seite, zumal bei denen, welche schon 
Platz in der Geschichte gefasst haben, und von Schrift- 
stellern einigermassen ehrenvoll erwähnt werden. Hierin 
glaubte ich dem Publicum willfaihren zu müssen, das 
eher Schweigen, als Erwähnung derlllittelixiässigen tadelt. 
11) Ein Kunslliebhaber, der nicht weiss, ilass es mehrere Vecell i, 
Bass ani und C aracci gegeben, wird von diesen Malerfunxilien nie 
vollständige Kunde haben, auch nicht über inanclxe Gemälde sprechen 
können, welche die Menge fesseln, blass weil sie, um wahr zu reden, 
einen grossen Namen führen. L_
        

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