Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288609
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Drittes 
Buch. 
Römische 
Schule. 
Jahrmärkte, Umzüge, Bräuche beim Ablassfeste darstellen; Zahl, 
lllannichfaltigkeit und Anmuth der Figuren, Bauten und Witz 
ergetzen ausnehmend. In der Kirche des heil. Jakob zirSpello 
ist ein Bild des Kirchenheiligen und der Catherina vor U_ 
L. 17., worauf man lieset Tanrlini Jllevanalis 1580, d. i. von 
'l'andino aus Bevagna, einem Orte in der Nähe von Assisi; 
das Bild ist gar nicht: zu verachten. 
Gubbio hatte aus Einer Familie Nucci zwei Brüder, die 
Maler waren: Virgilio, angeblich einen Schüler Daniel's 
von Volterra, dessen Grablegung er für einen Altar in der 
Franciscanerkirche zu Gubbio copirte; und Benedetto, einen 
Schüler des Raffaellino del Celle, welcher für den 
besten Eugubinischen Maler gehalten wird w). Beide haben in 
ihrer Vaterstadt und in der Umgegend gemalt, Erster im GQ- 
sehmack der Florcntiner, Letzter in dem der Römischen Schulm 
Von diesem sind mehrere Bilder in Gnbbio, welche seine F011; 
schritte im Raffaelscheil Styl beweisen; und um ihn in Sei- 
nem wiirdigsten Werke kennen zu lernen, muss man im Dem 
den heilyThomas sehen, der das Wundmal am Herrn sucht, 
Man könnte es, wenn der Künstler nicht bekannt wäre, für ein 
Bild des Garofalo, oder eines ähnlichen Meisters halten 
Kurz nachher blühte cin Felice Damia-ni, oder Felic; 
da. Gubbio heran, welcher in der Venedigei- Schule gebildet; 
seyn soll. .Allerdings hat die Beschneidung in der Dominiea- 
nerkirchc nicht wenig von diesem Styl; gewöhnlich aber hängt 
er doch mehr dem Römischen Geschmacke nach, den er viel- 
leicht von Benedetto Nucei annahm. Von ihm ist die 
Enthauptung des heil. Paulus zu Castel Nuovo in Recanati; 
der Heilige erregt das tiefste Mitleid, die Umstehenden haben 
verschiedene angemessene und ausdrucksvolle Stellungen; die 
Zeichnung ist bestimmt, das Colorit heiter und lebendig. Da- 
bei steht das Jahr 1534. Ungefähr zehn Jahre darauf malte 
er zwei Capellen in der Madonna de'Lumi zu S. Scverino aus 
Christi Leben und Kindheit; auch hier war er lieblicher, als 
kräftig. Sein fleissigstes und stärkstes Werk ist in S. Agnstino 
L 
Gubbfo, 
im dleu 
IIÜ S. Reposati Appeml. de! T0. II. rlella Zecca di 
und Graf Ranghiasci im Eloncn de' prujüssuri eugubizzi, 
lid. der Siener Ausgabe des Vasari n.  L.
        

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