Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288477
Dritter 
Zeitraum. 
Verfall 
der 
Malerei. 
413 
Worte mischt er kindische Reflexionen, wie wenn er nach vie- 
len Umschweifen rlisegzzo von segne di die ableitet; und statt 
junge Leute zu belehren, theilt er ihnen einen Haufen un- 
fruchtbarer und schlecht verdauter Speculationen mit. Daher 
belehrt Eine Seite im Vasari mehr, als jenes ganze Werk, 
über dessen Unverdienst Mariette und Buttari einmüthig 
in ihren Briefen (Lett. pitt. T. VI) geurtheilt haben. Und 
gleich unnütz sind die andern beiden Werke, in deren einem 
einige Schlüsse über diese Behandlungsart aufgestellt ind, aus 
Furcht vor Streit in der Akademie der Ungenannten zu 
Parma. s 
Diese Abhandlung Z uec aro 's soll zu Rom verfasst seyn, 
als er der Lukasakademie verstand. Diese Akademie ent- 
stand unter Gregor XllL, welcher auf Ansuchen des Muzia- 
no den Stiftungsbrief unterzeichnete, wie Baglione in dessen 
Leben erzählt. Er sagt überdies, dass, als die alte Lukas- 
kirche im Esquilino, wo, wenn ich nicht irre, die Maler sich 
versammelten, abgetragen war, ihnen die Kirche der heil. Mar- 
tina am Fusse des Capitols eingeräumt wurde. Doch scheint 
derÄBrief nicht eher, als bis Zuccaro aus Spanien zurück- 
kehrte, in Wirksamkeit getreten zu seyn; denn, nach desselben 
Gesehichtschreibers Aussage, war er es, der ihn in Wirksam- 
keit setzte. Dies musste 1595 geschehen, wenn das Jahr 1695, 
welches nach Pascoli I. p. 201 die Lukasgesellschaft zu Rom 
feierte, das wahre Jubeljahr der Akademie war. Aber die Er- 
riehtung wird von Einigen in den November 1593 versetzt, 
wie Vernazza bemerkt, der unter die ersten Stifter oder 
Akademiker den Piemonter Arbasia zählt, nach Romano Al- 
berli Orig. et prngr._dell' acacl. de! dis. Pav. 1604. Ba- 
glione sagt, Federigo sei einhüllig zum Haupte derselben 
erklärt worden. Dieser 'l'ag war für ihn eine Siegesfeier; er 
kehrte von einer Menge Zeichnenkünstlcr und Gelehrten 
geleitet nach Hause, wo er fast selbst einen grossen Saal für 
die Akademie her-gegeben hätte. Auch schrieb er in Prosa und 
in Versen über die Lukasakademie, welches Buch er mehr als 
einmal in seinem grössern Werke anführt. Er liebte diesen 
Verein ausserordentlich und ernannte ihn, nach Muziauo-w 
Beispiele, zum Erben seines Vermögens, wenn seine Linie ein- 
mal aussterben sollte. lhm folgte in der Vorsteherschaft L8"-
        

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