Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288392
Drilter 
Zeitraum. 
Verihll 
der 
Malerei. 
405 
rolamo Siciolante aus Scrmoneta, Marco da Pino, ein 
Siencr, waren bei Perino del Vaga gewesen und hatten 
nach seinen Cartons gemalt; Taddeo Zuccaro hatte unter 
Giacomone da Facnza Hnndfertigkeit gewonnen und auch 
seinen jüngern Bruder Fedurigo herangebililet. Diesen nun 
wurden die geschichtlichen Bilder übertragen, und Samac- 
"chini und Fiorini aus Bologna, wie Giuseppe Porta 
dclla Garfagnana, auch Giuseppe Salviati genannt, 
ihnen beigegeben. Porta war Francesco Salviatiw 
Schüler gewesen, von welchem er die Zeichnung gelernt hatte; 
im übrigen blieb er der Venezianer Schule treu, wo er lebte. 
Vasari zog in diesem Vereine Taddeo Zuccaro allen 
Andern vor; aber der llof war mit Porta so zdfrieden, alass 
beinah die übrigen Bilder ausgethan worden wären, damit er 
allein den ganzen Saal malte. Er stellte Alexanderdll. dar, 
wie er auf dem Marcusplatz in Venedig Friedriclnkotlibart 
nochmals segnete; und hier konnte er mit Bauwerken und 
Verzierungen ganz nach Venezianer Art überladen. Vergleicht 
man aber diese Arbeit mit den übrigen, so findet man doch 
eine gewisse Glcichfürinigkeit des Geschmacks, wie sie jener 
Zeit artet; in allen fehlen kräftigere Farben und Schatten. 
Die Malerei scheint, so zu sagen, mit den Jahren zu altern, 
und zwar die Züge ihrer schönem Zeit noch' zu bewahren, 
nur aber erschlafft und ohne die frühere Rüstigkeit.  Die noch 
fehlenden Bilder wurden nach Pius IV. Tode von Vasari und 
seine;- Schule unter seinem Nachfolger gemalt; das Wenige, 
was noch blieb, unter Gregor Xlli. ergänzt, der 1572 gewählt 
wurde.   
Hier beginnt nun eine minder glückliche Zeit für die Mur- 
lerei, und schlechter wird sie noch unter Sixtus V., Grcrgofs 
Nachfolger. Diese Päpste licssen so viel malen und bauen, 
dass man in Rom fast keinen Schritt thun kann, ohne ein 
piipstliches Wappen mit einem Drachen oder Löwen zu linden. 
Baglione hat Alles genau beschrieben, und ihm verdanken 
wir auch die Nachrichten über dieses und das folgende Zeital- 
ter. Es ist alten Leuten eigen, bei ihren Bestellungen sich 
mit mittelmässigen Arbeiten zu begnügen, weil sie Treiiliches 
nicht zu erleben oder zu geniessen fürchten. Daher wurden 
Sehnellmaler gebraucht und geschätzt; besonders zu Six-tus Zeit,
        

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