Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1284090
Vorwort. 
Yll 
der Schulenhäxxptei- bildeten sich zugleichauch noch un- 
endlich viele, diesen und jenen berührende, und zuwei- 
len doch so ureigenthümliche, dass man sle nicht S0 
leicht einer oder der andern Gruppe beigesellen kann. 
Dazu haben die Maler selbst zu verschiedenen Zeiten, 
oder in verschiedenen WVerken, einen so verschiedenen 
Slyl, dass, wenn sie gestern zu Ti-zian s Schule gehörten, 
heute sie eher zu Raffaels, oder Correggios Jiingern 
gezählt werden müssten. Man kann also hier nicht wie 
die Pllanzenkenner verfahren, Welche, kraft eines lVor- 
gängers, die Pflanzen in mehr oder weniger Klassen, nach 
T ournefort oder L inne, eintheilen, und jede Pflanze, 
die irgendwo wächst, jeder Klasse zuordnen, dabei jedem 
Nalnen genaue, trellende und bleibende Kennzeichen bei- 
fügen. Man muss, um eine vollständige Geschichte der 
Malerei zu liefern, ansfündig machen, wie und woimnn 
jeden, von den übrigen auch noch severschiedenen Styl 
unterbringt. Und da bot sich mir denn kein besseres 
Mittel, als die besondere Geschichte jeder Schule zu ver- 
fassen, Hierin war YVinckelmann meinVurbild, welcher 
in 
seiner 
Geschichte 
der 
alten 
bildenden 
Kunst 
soviel 
Schulen, als Stämme sie bildeten, theiliveise beschrieb. 
Nicht anders verfuhr auch Rollin in seiner Völkerge- 
schichte, und auf diesenn TVege hat er in wenig Bänden 
in lichtvoller Ordnung so viele und verschiedene Namen 
und Begebenheiten umfasst. 
 Mein Plan, den ich überall befolge , ist der des A n- 
to n i o Maria Z a n e tti 9) in seiner höchst lehrreichen und 
9) Eines Venezianer, anch im Zeichnen um! Malen wohl erfah- 
renen Gelehrten. Er ist nicht mit dem Lrcfflichen Holzschneider glei- 
ches Namens zu verwechseln, welcher die von Ugo d a Cnr pi erfun- 
dene, nachher mnlergegangenc Kunst, farbige Holzschnitte zu fertige" 
(Wgellflnllle cldarascuri) erneute. Viele iiiriefe von ihm finden sich in 
den MalerbriefenTh. 2. unterzeichnet Autu Mio Mgriß Za ne 4 H q_
        

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