Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288289
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Drittes 
Buch. 
Römische 
Schule. 
wie man in Rom an der Geburt der Eva in der Kirche des 
heil. Marcellus sehen kann, wo einige Kinder sind, die leben- 
dig scheinen; einem höchst geachteten Werke! Ein Kloster 
von Tivoli hat von ihm einen Johannes in der Wüste mit ei- 
ner Landschaft im besten Geschmack. Auch Lueca und Pisa, 
besonders Genua, haben viel von ihm, wo wir ihn denn als 
Haupt einer aehtungswerthen Schule werden auftreten sehen. 
Giovanni da Udine, von einem Udinischen Geschieht- 
Schreiber (Boni S. 25) Gio. di Francesco Ricamatore, 
genannt, half auch dem Sanzio in Grottesken und Gypsnr- 
beiten, Womit er die Vaticanischen Säulengänge, den Saal der 
Päpste und andere Orte mehr verzierte. Ja in Gypsarbeiten 
wird er für den Ersten unter den Neuem") gehalten, da u. 
nach vielen Erfahrungen sich noch an den Grotten des Titus 
gebildet hatte, die damal und neuerlich auch in unsern düngen 
entdeckt wurden  Seine Lauben, seine Wagen, Vogel- 
hecken, Taubenschliige, die er an den genannten Orten ge- 
malt, wie in andern in Rom und Italien, täuschen das Auge 
durch ihre YVahrheityund in den Thieren, besondersl einhei- 
mischem, wie ausländischem Geflügel soll er den höchsten Grad 
von Treiilichkeit erreicht haben. Auch allerei Werkhausarbei- 
ten wusste er trefflich mit dem Pinsel nachzumalen, so dass, 
als er in RaffaePs Siinlengange einige nachgemachte Tep_ 
piche angebracht, ein Stallbube, der eilig einen 'l'eppich suchte, 
um ihn, ich weiss nicht wo, dem Papste unterzubrciten, nach 
denen von Giovanni lief und getäuscht ward. Nach der 
Plünderung zog er in Italien umher, überall als der geschick_ 
75) M o r i o d a. F e l t r o unter Alexander VI. üng 
Grotteskeu zu malen, doch ohne Gypsarbeil. Baglinne 
21. L. 
auch 
Vite 
llll 
P. 
70) Der Eingang in diese Grollen war absichtlich verschlossen 
werden. Von mehrern (h-ottesken in Pozzuolo und Baja und Rum 
Srhreibt Serliu, dass einige bösartige und neidische Menschen sie 
verderbtexz uml zerstörten, damit Andere nicht. genössen, was ihnen 
so rßiülliißil geworden war (B, 4- L.  Die Niwilwell hßl ihren 
Namen, die Serlio verschwieg, nachgespiirt, und hlanche haben 
Raffael, Andere Pinluriccbio, Andere Vaga. oder Gin- 
vanni da Udine angeklagt, oder vielmehr seine Schüler und Ge. 
liülie", deren es unendlich viele gab, nach Vul n ri. S. Mariotli 
Br 9. S 224 ff. und Meuwrie dellv belle arli Jahrg. 1788. 8.24. L_ 
 Meine Note Nu,4l,des vor. Abschnitts. 
        

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