Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288275
Zweiter 
Zeitraum. 
Baffael 
und 
seine 
Schule. 
393 
Perugia") gesetzt, deren unterer Theil, wo die Apostel sind, 
von Giulio ist; der obere, voll Raffaelischer Anmuth, soll 
von Fattore seyn; Vasari schreibt ihn dem Perino zu. 
Er arbeitete auch allein, wiewol seine Wandgemälde in Rom 
untergegangen, und die andern in Sammlungen höchst selten, 
fast unbekannt sind  Der Gechichte nach, fasste er sehr 
leicht auf, führte mit vieler Anmuth aus, und war in Land- 
schaften besonders geschickt. Da er mit Giulio Erbschaft 
und Streben theilte, so wünschte er sich mit ihm zu vereini- 
gen; als er aber nach Mantua kam, und von Giulio kalt 
aufgenommen wurde, ging er nach Neapel, wo wir ihn wie- 
der, wiewol nicht gar lange, sehr beschäftigt linden werden. 
Orlandi zieht zu Rßs Schule nicht einen, sondern zwei 
Penni; auch rechnet er Luca, dcnBrudcr Gianfrances- 
cois, dazu; was nicht unwahrscheinlich ist, jedoch von der 
Geschichte nicht bestätiget wird. Wol weiss man aus Va- 
sari, dass Luca sich mit Perinoklel Vaga vereinte und 
in Lucca, wie andern Orten Italiens, arbeitete, dass er Rosso, 
wie bereits erwähnt wurde, nach Frankreich folgte, und zu- 
letzt in England für den König und Privatleute arbeitete, auch 
zu Kupfern zeichnete.  
Perino del Vaga  sein wahrer Name ist Pierino 
Buonaecorsi  Penni's Schwager und Mitbürger, hatte 
an den Arbeiten im Vatican Theil, wo er bald Gypsarbeiten 
und Grottesken mit Giovanni dalUdine machte, bald, wie 
Polidoro, Monochrome, bald_ nach RaffaePs Entwür- 
fen oder Beispiel Ereignisse malte. Vasari scheint ihn für 
den ersten Zeichner der Florentiner Schule nach Mi chelan. 
gelo, und den besten unter allen Gehülfen RaffaePs zu 
halten. Soviel ist gewiss, dass niemand, als er, mit Gi-ulio 
um die von Ralfael erreichte Allseitigkeit ringen konnte, 
und dass seine Bilder aus dem Neuen Testamente, die er in 
dem päpstlichen Säulengange malte, vor allen übrigen. von 
Taja gepriesen wurden. Sein Styl hat viel Florentinisches, 
73) Jetzt im Vatican zu Rom.  Q. 
74) Tretiliche Cbpie der Transügnration von Penni ist im Palast 
Chiara Colonna in Rom , und eine Copie der Grableglmg nach Ruf. 
incl im Besitz des Ministern v. Humboldt. Q,
        

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