Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288089
374 
Drittes 
Buch. 
Römische 
Schule. 
sätze nie verändert, so wäre in Wenigen Jahrhunderten di. 
Italische Malerei nicht minder berühmt geworden, als die Grie- 
chische Bildhauerei. 
Trotz so vielfacher Beschäftigungen suchte Raffael doch 
auch dem Verlangen vieler Privatleute ziu genügen, welche von 
ihm Zeichnungen zu Gebäuden wünschten, worin er sehr ge. 
schmaekvoll war, oder auch Gemälde. Bekannt ist, ohne (las; 
ich viel darüber sage, der Säulengäng des Agostino Chigi, 
den epeigenhündig mit der vielbesungenen Fabel der Galathea 
verscliönte; dann, mit Hiilfe seiner Schüler, mit der Hochzeit 
der Psyche, wo er zum Gastmale alle heidnische Götter in m, 
eigen-thiimlichen Formen, Sinnbildern mit kleinem Genien vur- 
führte, dass er in Eehandlung fabelhafter Gegenstände fast mit 
den Alten verglichen werden konnte 45). Diese, so wie diq 
Bilder in den Zimmern des Vaticans, wurden mit unglaubli- 
chem Fleissl von Maratta aufgefrischt, dessen von Bellori 
beschriebenes Verfahren in ähnlichen Füllen zur Richtschnur 
dienen kann. Auch nicht wenig Bilder auf Holz fertigte Raf- 
fael, fast alle mit allerlei Heiligen; wie das der Grülinnen 
zu Folignomj, wo er den Kümmerling des Papstes mehr  
bendig, als nach dem Leben aufführte; das für S. Giov in 
Monte zu Bologna der heil. Ciieilia, welche, in eine l-jnvgelmß- 
lodie versunken, ihr Tbnwerkzeug vergisst, das ihrer Hand zu 
entsinken (lroht43); das zu Palermo, den Gang Christi nach 
Golgatha, genannt das Bild des Krampfes, eine grosse Zim- 
der königlichen Saminiung in Madrid 49), wienrol es der Ue- 
Bilder 
ud man 
412) 1215m" gestochen von M. Antonio. Vollständig es.- 
der sogenannten: Farnenina v, Dorigny. Die (legenilällüe Sh 
der [Fabel der Psyche genommen. Q- 
Treiilicb 
561g 
1D esnoyerl. 
 48) Stich von M. Autouiu, von Bob, Strenge und um 
Raph. Massurd. Q. 
40) Die Kreuztragnng mit 114er Unterschrift: Qumlro celebra d; 
Rnfhel de Urbinn, llamarla vulgarmcnle el pasmn de Sir-Hin ist von 
Fernando S eima vortrefflich gestochen und in Deutschland zu 
wenig bekannt. Einzelne Köpfe nach Durchzeichnung aus diesem 
Biide sind in folgendem vorzügiichen KVerke: Suite dklluzlcs cnlgzzäs 
et dessivzäs (Papräs sing lablemzm de Rnpluzäl accmnpagIuTx .110 
grav-ures de ces l1z(a1rau.z' et (Ic natives liisturvyues et critigizes cum- 
Püärfes pur B1. T. B. Emcrz"c-llavirl; Pur Bnnrlemaisun, 
yeüure, Paris 1818. (äröastes Folie. Dies Gemälde ist von Bon-
        

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