Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1288054
Zweiter 
Zeitraum. 
Rafael 
und 
seine 
Schule. 
371 
Die sieben auf den 1513 gewählten Leo- sich beziehendgn 
Bilder wurden 1517 beendigt. In den neun Jahren, welch, 
Raffael zu diesen drei Zimmern brauchte, und in den drei 
folgenden suchte er auch den päpstlichen Palast aufmnrlere 
Weise zu verschönern. Hiermit brach er die Bahn zu könig- 
licher Ausschmückung königlicher Paläste, beobachtete, welche 
Pracht jedem Theil am angemessensten war, und sojvurdo 
Leo's iVohnung für ganz Europa. Muster der Pracht und des 
Geschmacks. Dies Verdienst RaffaeVs haben Wenige her- 
vnrgehoben; ich will es. Raffael hatte den neuen Bogen"- 
gang des Palastes nach Bramanteis zum Theil verbesserter 
Zeichnung ausgeführt. "Hierauf machte er die Zeichnungen zu 
den Gypsarbeiten und Bildern, die dort gemalt wurden, wie 
auch zu den Feldern; über die Gypsarbeiten und Grottesken 
setzte er Gio. da Udine, über die Malereien Giulio Ro- 
mano." Die Witterung, welcher dieser Bogengang ausgesetzt 
ist, hat ihn freilich sehr verwüstet; die ihn aber in den er- 
sten Jahren sahen, als noch der Glanz des Goldes, die Weisse 
des Gypses, die Frische der Farben, die Neuheit des lllarmor; 
ihn reizend und lachend machten, mussten gewiss staunen, als 
blickten sie in ein Paradies. Vasari hat darüber viel mit 
den wenigen Worten gesagt: "man könne nichts Schöneres 
machen, noch erdenkenl" Das Beste, was man jetzt davon 
erhalten hat, sind die dreizehn kleinen Kuppeln, in deren je,- 
der vier Gegenstände aus der heil. Schrift dargestellt sind  
Den ersten, die Weltschüpfung, malte Ruffael selbst zur 
Richtschnur für die übrigen, die er, wie er pflegte, von seinen 
Schülern malen liess, überarbeitete und gleichförmig machte. 
yfile Ludw, v, Rossi und Iulius v. Nledicis gest. v. Picchßnti, in 
F01. Das Original ist noch jelzf im Palast Pilli zu Florenz, Q, 
41) Man aiennt dienen Gemälrlelcreis die Bibel des Raffael. 
Einzelne Bilder hieran! haben M. Anton ioßs Schüler gestochen; 
als Vqllßländige Sammlung ist er in Kupftrslichitn von P etr u s 
A q u i l a und C e s a r e F a n t e t t i erschienen. Allg 5591m 
nach diesen Bildern anzuführen gestallel. hier nicht der Ort, Die 
Arnbesken dm- Bogen sind von Ullnniani sehr gross gestochen, 
Islbenio unzählig ninll auch die Sliqhe nachden Arabeslicxi des Rafflael. 
 Eine Ansicht dei-Anordxlung diese: Hzxllenrwelche die liugßn des 
Vatican darstellen, s. in den Denkmalen herausgegeben voufruf- 
Thürmer und Guttenlohn,_  (i.
        

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