Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1287844
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Drittes Buch. 
Römische 
Schule. 
stehen immer einige tonangebende Genien auf. Für diese An- 
sicht spricht die Geschichte der Bildnerei in Athen, wo Pracht 
und Geschmack Hand in Hand gingen, wie die Geschichte der 
ltalischen Malerei in dieser goldenen Zeit. Bei alP dem muss 
ich die Lösung dieser Frage Andern überlassen. 
Lässt sich aber nicht so leicht ein Grund angeben, war- 
um so viel Treilliche Einer Zeit zugetheilt wurden, so kann 
man doch wenigsten die Trefllichkeit Eines oder de Andern 
erkennen. So will ich denn von Raffael sprechen. Ihn 
scheinen vereint seltene Natur-gaben und glückliche Verbindun- 
gen gehoben zu haben. Um hierüber uns klar zu wer- 
den, müssen wir sein Leben x) und die Fortschritte seines 
Geistes beobachten z). Er ward l483' zu Urbino gebo- 
ii-i 
l) Ausser Vasari hat auch, ich glaube später, Comolli ein 
Leben Raffa ePs geschrieben. Andere Nachrichten haben Piace n- 
zu, Botlari und Mehrere, die wir nennen werden, gesammelt; 
einige aus eigener Anschau, aus seinen Zügen und Angaben gedenke 
ich beizubringen. xL. 
2) Die Literatur über Baffael nebst den Blättern , welche in 
neuerer Zeit nach RaffaeP Werken von trefflichexl Meistern 
gestochen worden sind, ist beinah unübersehbar geworden, Letztere 
werden wir an ihren Stellen anführen. Hier nur Einiges von den 
Schriften über R a ffa el und seine Werke! Nachrichten von 
Känstlern und Kunst- Sachen, 1769. 2 Tla. Svo enthalten ein 
Verzeichnis der Blätter (damals 10 Bände), welche II. ran I-{ef_ 
necke nach Raffael für die Kupferstichsammlung in Dresden 
zusammenbrachte. Der gegenwärtige Aufseher dieser königlichen 
Sammlung, Herr Inspeclor Frenzel, hat in der neuesten Zeig 
diese Bände sehr thätig und einsichtsvoll mit Stichen nach Raf- 
fael bereichert.  lllancherlei findet sich in den Werken von Lau. 
don über Raffnel; doch sind die Umrisse nicht zu-empfehlen.  
Catalaague des eslarltpes gravefes (Fapräs Rafizel par Taariscug 
Euboeus. Francfbrt sur le Mein 1819 ist wegen der neuem 
Stiche zu empfehlen.  Mit vielem Sinn und Geschmack ist Ruf- 
fuePs Leben im Almanach aus Rom für Kzinsller und Freunde 
der bildenden Ifunst I. Jahrgang 1810, S. 99,  C. Försters 
Rafael Kunst und Iüinstlerleben in Gedichten. Mit Kupfer-n nach 
Gemälden von Raffael. Göscheil 1827. Angenehm mit lehrreichen 
whunerkuugen!  Histvire de (a vie et des ouvrages de Raphael, 
Pur Quatremäre de Quincy 1824. Viel Brauchbares, doch min- 
der gründlich! S. auch S. 330. N. 15. Angela Comolli Vita inedita 
diRaffaellu da Urbina illustrata commte in 4t0. Zweite Ausgabe Raum 
179i sehr vermehrt und verbessert. (Uebers. Das Leben RaffaeFs 
von einem unbekannten Gleichzeitigen, München 1817. W.)  
E. G. Tälken, Rede bei der Gedäclelmlsfäiez" Jiaffael, s, welche zu 
Berlin den I8. April 1820 von den Akademien der Keinste und des 
Gesanges und dem Iüirzstlerverein begangen wurde. Berlin 1820. Reich
        

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