Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1287781
344 
Drittes 
Buch. 
Römische 
Schule. 
nannt, wo Pinturieehio, Slgnorelli und dieser Fran- 
eesco gemalt haben sollen. Man folgert, erweiset aber nicht, 
dass von Pietro Gincomo di Guglielmo unterwiesen 
worden, der für Castel della Pieve, seinen Geburtsort, ein 
Kirehenbanner malte, welches Kundige in Perugia 65 Gulden 
schätzten; und Tiberio di Assisi, der in mehrern Lünet- 
ten daselbst im Kloster degli Angeli, wo er Seenen aus Fran- 
eiscus Leben malte, deutlich beweiset, dass Pietro sein 
Vorbild war, wiewol er nicht hinlängliehes Talent hatte, ihm 
nachzuahmen. Ausser Tiberio haben Einige auch noch zu 
Pietrws Schule den besten Maler von Assisi gezählt, Adonc, 
oder vielmehr Dono, Doni, den Vasari wohl kennt und 
öfter erwähnt, namentlich im Leben seines Gherardi (T. V, 
p. 142). Da nennt er ihn d'Ascoli; welche Lesart Bog- 
tari gegen Orlandi verteidigt, der mit sehr gutem Grunde 
Assisi verbesserte. In Ascoli ist er gar nicht bekannt; zu 
Perugia in S. Franeeseo ist bekanntlich ein grossesllveltge- 
richt von ihm; und in Assisi hat er in der Kirche degli An- 
geli auf Kalk mehrere Erlebnisse des Stifters, des heil. Ste- 
phans, und viel Anderes gemalt, was der dortigen Jugend 
lange zur Schule diente. Er hat nur wenig Altes; in der 
Wahrheit der Bildnisse ist er zuweilen wunderbar; in del- 
Farbe reiht er sich an die neuern Peruginer an, und erscheint 
mehr als genauer, denn geistreicher Künstler. Bei einem De- 
Aruginer iinde ich auch zu Pietro's Schule gerechnet Lat_ 
tanzio dellu Marea, den auch Vasari im obenerwiihnteir 
Leben nennt. Er wird für einen und denselben mit Lat_ 
tanzio da Rimini gehaltene dessen Ridolfi unter Gio_ 
Bellino's Schülern gedenkt, und von "welchem er ein in 
Venedig mit Coneglianow) gemaltes Bild anfülirt. Bestimm- 
ter lernen wir ihn aus Mariotti kennen, wovon bald die 
Rede seyn wird. Da finde! wir nicht nur seinen wahren G3- 
burtsort, sondern erfahren auch, dass er Sohn des Vincenzq 
Pezani, eines treillichen Malers, war, wie wir an. einem an- 
dem Ortesehen werden, und dass Beide 1553 lebten. Wahr. 
39) Vielleicht kam er von Rimini nach Venedig, ovler hielt sich 
dort einige Zeit auf. Andere alte Maler werden bald von einem, 
bald von einem andern Orte benannt, wie Jacopo Dnvanto, 
Pietro Yannucci, Lorenzo Lotto u. I. w. L.
        

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