Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1287637
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Alten. 
329 
lieh zu S. Glnesio ein Fa-bio rli Gentile di Andrea, ein 
Domenico Balestrieri, ein Stefano Folehetti, von 
welchen man Werke mit bestimmter Jahrangabe anfiihrt m). 
In diesem Striche lebten auch einige fremde, die kaum ihren 
Geburtsörtern bekannt sind, wie F rancesco dalmola, Schii- 
ler des Francia, der für die Conventuali di cingoli eine 
Kreuzabnahme malte; und ein Venezianer Carlo Crivelli, 
der von Land zu Land ging und endlich in Ascoli sich niedere- 
liess. Hier sieht man mehr von ihm, als an andern Orten in 
Pieeno. Von seinem Verdienste wird bei der Venezianer Schule 
gesprochen werden; hier bemerke ich noch, dass sein Schüler 
Pietro Alamanni war, der erste Aseolanische Maler, ein 
verständiger Künstler, der in S. M. della Caritd 1489 ein Bild 
malte. Um diese Zeit arbeitete in jener Gegend auch ein 
Vittorio Crivelli aus Venedig, wie ich vermuthe aus 
Gar-la's Hause, vielleicht auch Schule. Die Antickitä pi- 
cene erwähnen ihn oft. 
Auch Urbino hatte seine Maler, weil seine damaligen Her- 
zöge im Geschmack nicht hinter Italiens übrigen Fürsten zu- 
rüekblieben. Seit dem Wiederaufleben der Malerei findet man 
da Giotto und nach ihm manchen Giottisten; dann Gen  
tile da Fabriano"), einen Galeazzo und vielleicht einen 
Gentile di Urbino. Zu Pesaro im Augustinerkloster sah 
ich eine Madonna mit verständigen: Bauwerk und darauf: Bartho- 
lomgeug ßfagistri Gentilis de Urbino 1497, und in Monte Ci- 
cardo lese ich denselben Namen auf einem alten Bilde von 1508, 
doch ohne Angabe des Geburtsorts (Am. pic. T. X VII, 145  
Es ist mir zweifelhaft, 0b dieser M. Gentilis den Vater des 
Bartolommeo anzeigen soll, oderden Meister, nach welchem 
in alter Zeit sich die Schüler nannten. Gewiss aber ist der 
hier fragliche Maler nicht mit Bart olommeo aus Ferrara.- zu 
verwechseln, dessen Sohn Benedettß sich Unterzeichnet: Be- 
uediotus quomlam Bartholomaei de F613 13505913 1492- S0 
gli- 
 12) T0. XXIII. p, 83 ff. Vom Erstem ist das alte Bild der 
Maria della Consolazioxxe, einer 1442 erbauten Kirche. Vom Zweiten 
sind die Bilder in der Rochuskirche um 1463; Der Dritte malte 1494 
ein Bild in der Kirche des heil. Libexato. L. 
I3) Von Galeazzo Sanzio und Söhnen s. den zweifel leu- 
rnum.  L.
        

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