Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1287602
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Drittes 
Buch. 
Römische 
Schule. 
der Geschichtschreiber Ascevolini. Er sagt nämlich, in der 
Dorfkirche S. Maria Maddalena sei zu seiner Zeit ein Wand- 
gemälde von Bocco gewesen, vom Jahre 1306. Ein Frau- 
cesco Tio aus Fabriano, der im Jahre 1318 die 'l'ribune der 
Conventualen zu Mondaino malte, wird von Colucei im XXV_ 
B. S. 1.83 angezogen. Sie ist untergegangen; Fabriano aber 
hat Erzeugnisse eines Nachfolgers von ihm in der Betstube 
des heil. Abts Antonio, wovon noch die Wände übrig SimL 
Da sind mehrere Auftritte aus des Heiligen Leben, nach altem 
Brauch, in mehrere Gemälde vertheilt, und darunter steht; 
Allegrettue Nutii de Fabriano hoc opus fecit 136 . _ _ 
Zur Bildung dieses Länderstriches trug die" Nähe von Assisi 
bei, wo nach Giotto seine Schüler arbeiteten, vorzüglich 
Puccio Capanna der Florentiner. Dieser, den man unter 
die besten Schüler Giotto's zählt, liess sich, wie Vüsari 
vermuthet, nachdem er zu Florenz, Pistoja, Rimini, Bologna 
gemalt, in Assisi nieder und hinterliess dort viele Werke. 
Ergiebiger an Nachrichten ist das folgende funfzehnte 
Jahrhundert, als die nun wieder aus Avignon nach Rom zu- 
rückgekehrten Päpste ihr Vatican verzierten, und dazu, wie 
zu den Basiliken, Maler von Ruf brauchten. Keiner von Ruf 
war Römer; aus dem Kirchenstaate waren Gentile aus 
Fabriano, Piero della Francesca, Bonfigli, Van_ 
nucci, Melozzo, der zuerst die Wissenschaft der Perspec. 
tive anbahnte; auswärtige waren Pisanello, Masaceio, 
B. Angelico, Botticelli und seine Mitarbeiter. Auch 
Mantegna soll darunter gewesen seyn; und von ihm ist die 
für Innocenz Vlll. gemalte, obwol zu anderm Gebrauch be. 
stimmte Capelle. Von jedem derselben werde ich seiner Zeit 
sprechen; hier sollen bloss die erwähnt werden, welche vom 
Ufente bis zum Tronto, und von da zum Metauro blüh_ 
ten, welches die für das gegenwärtige Buch gezogenen Grün- 
zen sind. Ich könnte viele aus Büchern sammeln, wie einen 
Andrea und einen Bartolo m meo, Orvietaner, oder einen 
Mariotto aus Viterbo, und Andere,hdie von 1405 bis 1457 
in Orvieto arbeiteten; auch einige Andere, welche in Rom 
crli de] disegno in Perugirl  
arcbitena. Perug. U88. 8. 
a! Sign, 
Baldass. Orsini, pütore g 
Q.
        

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