Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1283299
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1287546
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Ünteritalien. 
ich aus Pascoli im Leben Canini's schliesse, um sich der 
Poesie und Alterthumskunde zu ergeben. Beide Talente be- 
weisen seine wenigen, aber mit lebendigen und umständlichen 
Charakteristiken der Künstler, und besonders ihrer Werke 
durchwebten Lebensbeschreibungen, worin er Poussin's Rat], 
befolgt haben soll. Er verfasste auch eine Beschreibung der 
von Raffael in den vaticanischen Zimmern gemalten Bilder, 
worin er zwar etwas bitter gegen Vasari ist 5), die aber 
dennoch Werth hat. Eine Fülle von schönen Zügen haben 
Taja. in der Descrizione del palazzo vaticano, und Titi in 
der Descrizione (Zelle pitture, sculture e arclzitetlure Post, 
a1 pubblico in Rama. Dies Werk ist vor kurzem wieder auf. 
gelegt und vermehrt worden, und ich führe es unter dem Na. 
men Wegzveiser an. Aehnliche Wegweiser hatten Pesaro 
von Pecei, Ascoli und Perugia von Baldass are 
Orsini, einem wackern Baumeister. Auch Ann-iä. Ma- 
riottfs Lettere peruginc handeln von den alten Peruginer 
Malern mit einem Vorrath von Urkunden und wahrer Kritik, 
welcher sie sehr schätzbar macht. Dazu muss man die R53- 
posta des schon genannten Orsini nehmen, der sich, meines 
Bedünkens, nicht auf Etrurische Gegenstände hätte einlassen 
sollen, da er nur manche alte, schon vom gesunden Menschen- 
verstande verworfene Vorurtheile Wiederholte. Um aber wieder 
auf die Beschreibungen zu kommen, so haben wir deren auch 
von etlichen Tempeln, wie der Loretanischen Basilica, die von 
der Assisischen von P. Angeli; P. della Valle Geschichte 
des Doms zu Orvieto, und die ausführlichem WVerke unge- 
nannter Verf. über die Franciscuskirche in Perugia, und die 
Peterskirche in Fano. Die neueste Kunde über mehrere Kunst- 
ler in Piceno, Umbria undUrbino hat uns der AbtColucciin den 
Anlichitiz picene gegeben, his jetzt, soviel ich weiss, 3lBände 5). 
i 
 Lett. pittor. T. II. p. 323. und Diulaghi sopra 1a trc arn" 
de! disegno. Lucca 1754. L. 
6) Die: Werk besteht aus Beiträgen mehrerer Mitarbeiter. Nicht 
alle aber konnte ich auf gleiche Weise benutzen, indem ich manche 
dort für Originale ausgegebene Gemälde für Copien halte, und 
manche jener Maler ohne Nachtheil für die Geschichte wegbleiben 
können. Bei der Anführung nenne ich oft den Sammler, zuweilen 
auch die Vf. der bedeutendem Werke, wie P. Civalli, Terzi, 
Agostinoßossi, Lazzari. L.
        

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